König fordert milderes Vorgehen

3. Dezember 2004, 14:36
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Nach Erstickungstod moslemischer Demonstranten in Armeelastwagen

Bangkok - Nach den blutigen Ausschreitungen im Süden seines Reiches hat König Bhumibol Adulyadej von Thailand die Regierung unter Ministerpräsident Thaksin Shinawatra zu einem umsichtigeren Vorgehen aufgefordert. Der Monarch habe seine Sorge über die Lage im moslemischen Süden ausgedrückt und "die Regierung gebeten, vielleicht etwas nachgiebiger mit dem Problem umzugehen", sagte der Regierungschef am Montag vor Journalisten in der Hauptstadt Bangkok.

78 Demonstranten in Armeelastwagen erstickt

Am Montag vergangener Wochen waren bei der gewaltsamen Auflösung einer moslemischen Demonstration mehr als 80 Menschen ums Leben gekommen. 78 Todesopfer waren erstickt, weil sie nach ihrer Festnahme in völlig überfüllte Militärlastwagen gepfercht wurden. Moslemische Separatisten streben nach Abspaltung der fünf mehrheitlich islamischen Provinzen Narathiwat, Yala, Pattani, Satun und Songkhla. Über 90 Prozent der Einwohner des südostasiatischen Königreichs sind Buddhisten, während sich fünf Prozent zum Islam bekennen. (APA)

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    Thailands König Bhumibol Adulyadej wird heuer 77 Jahre alt.

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