Cruise als unpassender Moderator des Friedens­nobel­preis­konzerts kritisiert

Redaktion, 04. November 2004 13:08

Mitgliedschaft bei "manipulativ arbeitender Sekte" Scientology sei nicht mit Alfred Nobels Vermächtnis vereinbar

Oslo/Los Angeles - Die Verpflichtung von Hollywoodstar und Scientology-Anhänger Tom Cruise (42) als Moderator des Osloer Nobelkonzerts für die kenianische Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai (64) ist in Norwegen auf Kritik gestoßen. So erklärten norwegische Scientology-Kritiker wie Andreas Heldal-Lund, die Aktivitäten von Cruise für die "manipulativ arbeitende Sekte" seien nicht mit dem Testament von Alfred Nobel (1833-1896) vereinbar, auf deren Basis auch der Friedensnobelpreis vergeben wird.

Wie die Zeitung "VG" am Freitag berichtete, will Cruise trotzdem wie geplant am 11. Dezember zusammen mit der TV-Moderatorin Oprah Winfrey (50) in Oslo auftreten. "Von einem Rückzug ist nie die Rede gewesen", sagte Cruise in Los Angeles.

Nobelinstitut: Cruise wurde als Berühmtheit und nicht als Scientologe verpflichtet

Der Chef des Nobelinstituts, Geir Lundestad, sagte zu der Kritik: "Wir haben Cruise als berühmten Mann und nicht wegen Scientology verpflichtet." In Deutschland ist der Scientology-Kirche 1995 der Status einer Religionsgemeinschaft gerichtlich abgesprochen worden.

Bei dem Konzert am Tag nach der Verleihung des Friedensnobelpreises sollen unter anderem Cyndi Lauper, Joss Stone, Patt Labelle und Polyphonic Spree auftreten. Maathai wurde die mit zehn Millionen schwedischen Kronen (1,1 Millionen Euro) dotierte Auszeichnung für ihren Einsatz zur Sicherung einer intakten Umwelt sowie für die Menschenrechte in Kenia zuerkannt. (APA/dpa)

Girgl Galgenstein
03.11.2004 10:23
Wie weltfremd

sind die Mitglieder dieses Nobelinstituts. Bisweilen hat man den Eindruck, dass sie bei der Wahl ihrer Kandidaten, wie auch der Redner wahllos in eine Kiste greifen.
Natürlich wird Scientology dies als Erfolg feiern. Hier zu behaupten, das eine habe mit dem anderen nichts zu tun, ist zumindest naiv, wenn nicht einfach dumm.
Weshalb zudem einen Filmschauspieler, der weder mit Wissenschaften, noch gemeinnützigen Werken von sich reden gemacht hat?
oder ist das Institut einfach nur mediengeil.
Die geladenen Gäste haben es in der Hand durch ihr Fernbleiben, die Wahl des Moderators zu missbilligen.

sinnlos
30.10.2004 19:15
nicht zu vergessen:

sein mitwirken in grausamen filmen, die den krieg verherrlichen.

JohnnyDoe
02.11.2004 21:04
in TOP GUN war er super!

selbst in American Psycho verherrlicht der held TOM CRUISE! er sieht einfach zu gut aus......

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