"Lächerliche Lösung"

19. Februar 2005, 15:00
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Weiterhin Unzufriedenheit an der Publizistik - Studienprogrammleiter Lojka: "Kein einziges strukturelles Problem gelöst"

Wien – "Die Zustände am Institut werden weiterhin ignoriert", empört sich Kerstin Groß, Studentenvertreterin der Publizistik über die "lächerliche" Lösung für Diplomanden. Dass diese Studenten nun ihre Diplomarbeit schreiben können, ändere nichts an den Platzproblemen, so Groß.

Patrice Fuchs, zweite Vorsitzende der Bundes-ÖH, sieht im Entgegenkommen des Rektorats einen Schritt in Richtung Studienplatzbewirtschaftung: "Man will nicht, dass so viele Leute Publizistik studieren" und suche keine nachhaltigen Lösungen. Studienprogrammleiter Klaus Lojka versteht die Empörung der Studenten: "Im Grunde haben wir kein einziges strukturelles Problem gelöst. Es herrschen nach wie vor unzumutbare Arbeits- und Studienbedingungen."

Die Forderung des Instituts nach drei zusätzlichen Professuren, welcher der Rektor nicht nachkam, "wäre zielführend gewesen". Heute Freitag wird Lojka jene sechs externen Lehrenden bekannt geben, die sich – bereits am Institut tätig – der Diplomanden annehmen werden.

Frank Hartmann, Dozent für Medienphilosophie, hat trotz seines Betreuungsangebots (der STANDARD berichtete ) bis dato weder von Rektorat noch Institut Interesse vernommen: "Ich finde es eigenartig, dass man sich anbietet, aber scheinbar nicht gebraucht wird." (rebe/DER STANDARD, Printausgabe, 29.10.2004)

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