Beinahe Hopfen und Malz verloren

9. Mai 2005, 14:12
posten

Für die 500 Jahre alte Burgbrauerei in Klam bei Grein besteht trotz Konkurseröffnung weiter Hoffnung

Anno 1149 wurde die Burg bei Grein erbaut, 1454 kam "die Veste Clam mitsamt dem Turm" an die späteren Reichsgrafen Clam, um 1500 dürfte die Burgbrauerei gegründet worden sein. "1928 hatte die Brauerei", laut Selbstdarstellung, "einen Ausstoß von ca. 6000 l. 20 Jahre später hatte er sich bereits fast versiebentfacht."

Die Burgbrauerei musste 1918 schließen, weil die kupfernen Sudpfannen für Kriegszwecke eingeschmolzen wurden. 1990 wurde die Burgbrauerei nach alten Plänen rekonstruiert und wieder eröffnet. 1999 wurde der Konkurs von Georg Adam Clam-Martinic (12 S 612/99h, LG Linz) laut KSV mit 1,55 Mio. Euro Schulden eröffnet.

Das Unternehmen soll weitergeführt werden. Der Schwager des Eigentümers, Theodor Mautner-Markhof, hat den notwendigen Kostenvorschuss hinterlegt. 2004 hatte der Masseverwalter eine Konkursquote von ganzen zwei Prozent angekündigt, mit welcher der Konkurs im Oktober rechtskräftig beendet wurde.

  • Schade um die schöne Semantik, die Papst & Jud Handels- und Dienstleistungsgesellschaft m.b.H. wurde wegen Vermögenslosigkeit gerichtlich gelöscht. (DER STANDARD Printausgabe, 28.10.2004)
  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.