Heute: Schlager Austria - Pasching

27. Oktober 2004, 21:19
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Tabellendritter gastiert im Horr - 120. Grazer Derby - Bei Salzburg vs Rapid ist immer was los - Bregenz empfängt Wacker

Wien - Der zweite Teil der englischen Woche in der T-Mobile-Bundesliga hat am Mittwoch in der 14. Runde eine geballte Fußball-Ladung zubieten. Nach Rapid fordert der drittplatzierte FC Superfund im Schlager den Spitzenreiter Austria Magna. Dazu gibt es auch wieder ein Derby, nämlich das 120. in Graz. Stets emotionsgeladen sind die Partien zwischen SV Salzburg und Rapid, und das Westduell SW Bregenz - Wacker Tirol ist nicht ganz ohne.

Die ersten Vier der Tabelle - Austria, Rapid, Pasching und Meister GAK - sind lediglich durch drei Punkte voneinander getrennt. Es wäre also theoretisch durchaus möglich, dass das Quartett nach den bevorstehenden 90 Minuten gleichauf liegt. Das ist dann der Fall, wenn in Wien Pasching den sechsten Sieg in Serie landet, die Hütteldorfer in der Mozartstadt leer ausgehen und der GAK den Lokalrivalen schlägt. Wie heißt es im Lotto? Alles ist möglich!

Warnungen vor Mayrleb

Laut Lars Söndergaard, dessen violette Mannen in elf Spielen nur zwei Tore kassierten und inklusive UEFA-Cup seit 13 Spielen unbesiegt sind, brauchen die aktuellen ersten Vier keinen internationalen Vergleich zu scheuen. Auch wenn es "in der Liga für uns keinen Angstgegner gibt", ist der nötige Respekt vorhanden. "Pasching hat einen Lauf, viele Routiniers und mit Mayrleb einen der gefährlichsten Stürmer in Österreich", mahnt der dänische Austria-Trainer.

Der Ex-Austrianer, der in den jüngsten fünf Runden zehn Mal (insgesamt zwölf Saison-Treffer) scorte, könnte den aktuellen Torjäger der Veilchen in der Schützenliste ein- oder sogar überholen. Sigurd Rushfeldt, bisher 13 Mal erfolgreich, ist nämlich gesperrt. Dass der Norsker fehlt, schmerzt natürlich. "Unangenehm wird's für uns nur, wenn wir nicht konzentriert sind", glaubt Söndergaard. Statt Rushfeldt dürfte im Sturm Gilewicz beginnen.

Ernst Dospel und Co. haben das Rapid-Spiel schon abgehakt. "Zu Hause wollen wir unbedingt gewinnen und den Abstand zu einem Konkurrenten wieder vergrößern. Ich habe keine Angst, dass das 1:1 bei uns einen Einbruch auslösen könnte", sagte der Kapitän, der seit neun Jahren ein Violetter ist und "von der besten Austria, für die ich je gespielt habe" spricht. Andererseits haben die Oberösterreicher keinen der jüngsten drei Vergleiche verloren (zwei Siege, ein Remis). Das erste Saisonduell gewannen sie daheim 2:1 und auch das erste Spiel des Jahres (21. Februar) in Favoriten ging durch ein Kirchler-Tor 1:0 an die Paschinger.

Georg Zellhofer hat die Austria im Derby gesehen. "Sie ist sehr abgeklärt, besitzt ein riesiges Selbstbewusstsein, eine sensationelle Abwehr, ihr Spiel imponiert mir. Wir müssen die Kirche im Dorf lassen, die Außenseiterrolle passt uns. Wir werden mit unserem kleinen, aber feinen Kader versuchen den Favoriten zu ärgern, verstecken werden wir uns sicherlich nicht", sagt der Pasching-Trainer, der mit einer gesunden Portion Optimismus nach Wien reist. Wegen eines Blutergusses muss der Ex-Austrianer Flögel passen.

Schachner: "Tagesform entscheidet"

Vor dem Grazer Gipfeltreffen machen sich beide Trainer Hoffnungen. "Wir sind auf Grund der Tabelle leichter Favorit. Aber das zählt nicht, jeder spielt mit 120 Prozent, zumeist ist die Tagesform ausschlaggebend", meint Walter Schachner, dessen Truppe zuletzt vier Liga-Spiele nicht mehr verloren hat. Sturm, seit 10 Partien ohne Dreier, hat aus den vergangenen vier Lokal-Duellen nur einen Punkt geholt. Zuletzt schlugen die Schwarzweißen den Rivalen am 1. Oktober 2004, das erste Spiel unter Trainer Michael Petrovic endete 2:1. "GAK ist Favorit, wir haben sieben Verletzte. Meine jungen Burschen haben bewiesen, dass ich mit ihnen rechnen kann. Wir spielen gut, die Tore werden schon noch dazu kommen", sagt der Sturm-Coach.

Rapid ohne Ivanschitz

Trotz drei Niederlagen in Folge sieht Peter Assion den ganzen Druck auf den Rapidlern lasten, die seit sechs Runden das Gefühl des Verlierens nicht kennen. "Sie wollen Meister werden, sie sind großer Favorit. Allerdings werden wir ihnen das Leben so schwer wie möglich machen", meinte der deutsche Salzburg-Trainer, dessen Widerpart Josef Hickersberger auf Ivanschitz (Muskelverhärtung), Kincl und Gartler verzichten muss. "Wir wollen gewinnen, dazu ist jedoch eine gute Leistung gefragt, weil die Gastgeber defensiv gut stehen und über einige torgefährliche Spieler verfügen."

Van Acker fordert Punkte

Vier Punkte aus den wichtigen Heimspielen gegen Tirol und am Samstag gegen Salzburg hat SWB-Coach Regi van Acker vorgegeben, damit das Schlusslicht (in fünf Spielen nur ein Punkt) Anschluss wahrt. Helmut Kraft erwartet sehr motivierte Hausherren, gibt seiner Truppe aber gute Chancen. "Sie ist stark genug, um dort zu bestehen, Minimalziel ist ein Zähler", sagt der Innsbrucker, der den dritten Sieg in Serie einfahren möchte. (APA)

  • Im Spitzenspiel werden keine Geschenke verteilt.

    Im Spitzenspiel werden keine Geschenke verteilt.

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