Norwegen: Munch-Räuber von Polizei eingekreist

22. Oktober 2004, 19:27
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"Der Schrei" wurde vor den Augen zahlreicher Museumsbesucher gestohlen - die Beamten warten nur noch auf eine günstige Gelegenheit zum Zuschlagen

Oslo - Zwei Monate nach dem Raub der Bilder "Der Schrei" und "Madonna" von Edvard Munch will die Osloer Polizei die Räuber eingekreist haben, man warte nur noch auf eine günstige Gelegenheit zum Zuschlagen. "Wenn alles klappt, können wir sehr schnell am Ziel sein", sagte Fahndungschef Öivind Nordgaren der Zeitung Aftenposten. Er sagte aber auch, eine endgültige Aufklärung "jenseits von Silvester" sei wahrscheinlicher.

Vor den Augen zahlreicher Museumsbesucher gestohlen

Am 22. August hatten zwei maskierte und bewaffnete Männer die beiden Werke des norwegischen Expressionisten vor den Augen zahlreicher Museumsbesucher gestohlen. Im Fluchtauto fand die Polizei offenbar verwertbare DNA-Spuren. Die Täter, Angehörige der Osloer Unterwelt, sind dadurch und durch Aussagen von Augenzeugen und Bilder von Überwachungskameras identifiziert und werden nun rund um die Uhr überwacht. Noch ist aber unbekannt, wo sich die beiden Gemälde (Schätzwert 54,6 Millionen Euro, aber unverkäuflich) jetzt befinden. Die erwartete Lösegeldforderung wurde bisher nicht gestellt. (dpa, DER STANDARD Printausgabe 22.10.2004)

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    "Der Schrei" von Edvard Munch

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