Ganz im Zeichen der Mailänder Klubs

11. Juli 2005, 15:10
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Inter Mailand und AC Milan marschieren Rich­tung Aufstieg - Lehmann kriegt Fett ab: "Unheil-Jens" - Wenger steht zu Goalie

Mailand/Valencia - Die Mittwoch-Spiele der Fußball-Champions League standen im Zeichen der Mailänder Vereine. Während AC Milan im Schlager daheim gegen den FC Barcelona einen glücklichen 1:0-Sieg feierte, sorgte Inter mit einem sensationell hohen 5:1-Kantererfolg bei UEFA-Cupsieger Valencia für die Überraschung des Abends.

Mailänder Durchmarsch

Mit dem jeweils dritten Sieg im dritten Spiel haben die Mailänder Stadtrivalen ihren Durchmarsch Richtung Achtelfinale fortgesetzt, dies gelang auch Chelsea mit einem 2:0 gegen CSKA Moskau. Vier Tage vor dem Derby sicherten sich die Erzfeinde optimale Ausgangspositionen. Milan bezwang im Top-Duell der Gruppe F den erstmals in dieser Saison geschlagenen und zwei Mal an der Latte gescheiterten FC Barcelona mit 1:0 dank Andrej Schewtschenko, der im zehnten Saison-Pflichtspiel zum zehnten Mal traf.

"Der goldene Schewtschenko schießt Milan an die Spitze", titelte "La Stampa". Im "Corriere della Sera" stand: "Schewtschenko versenkt Barca." Und der ukrainische Torjäger, von der "Gazzetta dello Sport" als "Bestie" bezeichnet und nun erst recht ein ernsthafter Kandidat bei der Wahl zum Fußballer des Jahres, sagte: "Ich denke nicht an den Titel - der Erfolg der Mannschaft ist alles."

"Wirbelwind Inter"

"Wirbelwind Inter fegt über Valencia hinweg", befand "La Gazzetta" nach dem Triumph bei den heimstarken Spaniern. Neben den Torschützen Stankovic, Vieri, van der Meyde, Adriano und Cruz glänzte Ersatzkeeper Fontana (37) als Vertreter des zuletzt formschwachen Toldo. "Inter zermalmt Valencia", schrieb die spanische "Marca" nach der höchsten Heimpleite seit 1992. "ABC" sieht Valencia "am Rande des Abgrunds", und Claudio Ranieri musste geknickt eingestehen: "Meine Spieler haben alles gegeben. Aber der dritte Gegentreffer brach uns das Genick."

Lehmann in der Kritik

In die Kritik geriet Arsenal-Torhüter Jens Lehmann, der beim 2:2 bei Panathinaikos entscheidend patzte. "Lehmanns Schnitzer zertrümmern die Gunners", kritisierte "The Sun" den Keeper heftig, den "The Daily Mirror" am Donnerstag sogar "Unheil-Jens" nannte. Selbst "The Times" machte den Deutschen für das Remis verantwortlich: "Lehmann verliert die Orientierung und macht den Griechen großzügige Geschenke."

Arsene Wenger ging mit seiner Nummer 1 rücksichtsvoller um: "Ich will Jens nicht tadeln, denn er hat uns zuletzt oft gerettet." Allerdings kosteten die Fehler den Sieg und die Tabellenführung in der Gruppe E, die der PSV Eindhoven (2:1 bei Rosenborg Trondheim) nun vor Arsenal innehat.(APA)

  • Christian Vieri ist wieder in Form - an seiner Seite stürmt bei Inter der derzeit wohl beste Stümer Europas: Adriano.

    Christian Vieri ist wieder in Form - an seiner Seite stürmt bei Inter der derzeit wohl beste Stümer Europas: Adriano.

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