And the Winners are....

2. November 2005, 20:10
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Kate Allen und Markus Rogan bei "Nacht des Sports" ausge­zeichnet - Hagara/Stein­acher zum zweiten Mal nach 2000 "Mannschaft des Jahres"

Linz - Markus Rogan (Herren), Kate Allen (Damen) und Roman Hagara/Hans-Peter Steinacher (Mannschaft) sind "Österreichs Sportler des Jahres 2004". Die Favorits wurden in der von Sports Media Austria (SMA) unter 226 Sportjournalisten durchgeführten Umfrage mit klarem Vorsprung auf Rang eins gesetzt und standen damit am Mittwoch Abend bei der "Nacht des Sports" im Linzer Design Center im Mittelpunkt der zahlreichen Ehrungen.

Die Sommersportler hatten damit dank ihres erfolgreichen Abschneidens bei den Olympischen Spielen in Athen erstmals seit 1995, als die Kanutin Ursula Profanter, Tennis-Crack Thomas Muster bzw. der Ruder-Vierer triumphiert hatten, in allen Kategorien die Nase vorn. Die Vorjahressieger Werner Schlager und Michaela Dorfmeister mussten diesmal mit den Rängen zwölf bzw. 18 vorlieb nehmen.

Rogan vor Maier und Eberharter

Rogan trug in der seit 1949 durchgeführten Wahl dank seiner olympischen Silbermedaillen über 100 und 200 Rücken als erster Schwimmer den Sieg davon. Er wurde gleich 139 Mal auf Platz eins gesetzt und hatte mit 2.376 Punkten 610 Zähler Vorsprung auf Ski-Weltcupsieger Hermann Maier (1.766), der seinen ÖSV-Kollegen Stephan Eberharter (1.456) und den "silbernen" Olympia-Segler Andreas Geritzer (1.061) auf die nächsten Plätze verwies.

Der inzwischen zurück getretene Eberharter (Sportler des Jahres 1991 und 2002) durfte sich damit trösten, dass ihm für seine große sportliche Karriere ein "Special Award" verliehen wurde. Im Vorjahr hatte Vierfach-Triumphator Hermann Maier diese Auszeichnung erhalten. Rogan beanspruchte den Preis in einer ersten Reaktion nicht ganz für sich: "Er ist für die gesamte olympische Familie, dieser Erfolg gehört der ganzen Mannschaft. Aber ich weiß gar nicht, wo ich diese große Trophäe hinstellen soll."

Allen vor Heill und Götschl

Noch klarer fiel der Erfolg von Kate allen aus. Die Triathlon-Olympiasiegerin, die 189 Mal an erster Stelle landete, brachte es auf 2.465 Punkte und verwies mit einem Plus von 692 die Judo-Olympiazweite Claudia Heill (1.773) auf Platz zwei. An dritter Stelle landete "Speed Queen" Renate Götschl (1.580), die somit ihren zweiten Erfolg nach 1997 deutlich verpasste. Allen: "Unglaublich, ich bin überwältigt. Die ganze positive Stimmung nach Olympia, das ganze Land kommt zusammen und feiert. Ich bin eine Österreicherin. I am very proud."

Hagara/Steinacher vor Daviscup-Team

"Mannschaft des Jahres" wurde zum zweiten Mal nach 2000 Roman Hagara/Hans Peter Steinacher. Vier Jahre nach Sydney, wo sie ebenfalls Olympia-Gold im Tornado-Segeln erobert hatten, fiel ihr Erfolg noch deutlicher aus. Mit 2.322 Punkten und 167 ersten Plätzen lagen sie klar vor dem Tennis-Daviscup-Team (1.177) und Fußballmeister GAK (1.084). Hier verlief das Rennen um die Ehrenplätze bis zuletzt sehr spannend, ist doch zwischen den Rängen zwei und sechs nur eine Differenz von 235 Punkten.

Hagara wollte zwischen seinen Erfolgen 2000 und 2004 nicht werten: "Es ist immer wieder eine Ehre, wenn man in Österreich so ausgezeichnet wird. Ein Sieg ist ein Sieg." Vorschoter Steinacher wartete hingegen mit einer interessanten Idee auf. "Es wäre einmal interessant, alle Sportler zusammen zu schmeißen und nur einen 'Sportler des Jahres' ohne Kategorien zu küren", meint der Salzburger.

Auszeichnungen für Andrea Scherney und Thomas Geierspichler

Bei den Behindertensportlern trugen ebenfalls zwei Athen-Starter den Sieg davon. Bei den Herren gewann der Salzburger Rollstuhlfahrer Thomas Geierspichler dank seiner fünf Olympia-Medaillen von Athen (darunter Gold über 1.500 m) zum zweiten Mal nach 2002, die Damenwertung ging wie im Vorjahr an die Wienerin Andrea Scherney, die bei den Paralympics mit neuem Weltrekord den Weitsprung gewonnen hatte. Als bester Vertreter der Special Olympics wurde Patrick Wurzrainer ausgezeichnet. Der Tiroler gewann bei den World Summer Games Gold und Silber im Dressurreiten. (APA)

Ergebnisse der Österreichischen Sportlerwahl 2004:

  • Damen:

    1. Kate Allen (Triathlon) 2.465
    2. Claudia Heill (Judo) 1.773
    3. Renate Götschl (Ski alpin) 1.580
    4. Mirna Jukic (Schwimmen) 1.384
    5. Karin Mayr-Krifka (Leichtathletik) 820
    6. Marlies Schild (Ski alpin) 731
    7. Nevena Lukic (Taekwondo) 581
    8. Anja Richter (Wasserspringen) 548
    9. Ingrid Hirschhofer (Grasski) 475
    10. Monika Haselsberger (Schießen) 394
    11. Liu Jia (Tischtennis) 335
    12. Doresia Krings (Snowboard) 306
    weiter:
    18. Michaela Dorfmeister (Ski alpin) 23

    Erste Plätze: Allen 189, Heill 10, Götschl 8, Jukic 2

  • Herren:

    1. Markus Rogan (Schwimmen) 2.376
    2. Hermann Maier (Ski alpin) 1.766
    3. Stephan Eberharter (Ski alpin) 1.456
    4. Andreas Geritzer (Segeln) 1.061
    5. Georg Totschnig (Radsport) 971
    6. Rainer Schönfelder (Ski alpin) 467
    7. Ludwig Paischer (Judo) 388
    8. Andreas Ivanschitz (Fußball) 356
    9. Christian Hoffmann (Ski nordisch) 335
    10. Christian Planer (Schießen) 317
    11. Christoph Marik (Fechten) 308
    12. Werner Schlager (Tischtennis) 305

    Erste Plätze: Rogan 139, Maier 41, Eberharter 22, Geritzer 7, Totschnig 5

  • Mannschaft:

    1. Segeln: Roman Hagara/Hans-Peter Steinacher 2.322 Punkte (Tornado-Olympiasieger)
    2. Tennis: Daviscup-Team 1.177 (Jürgen Melzer, Stefan Koubek, Julian Knowle, Alex Peya)
    3. Fußball: GAK (ÖFB-Meister) 1.084
    4. Eishockey: Nationalteam (WM-11.) 1.053
    5. Ski nord.: Skispringer (WM-3. Skifliegen) 946
    6. Tennis: Fed-Cup-Team (Finalrunde) 942
    7. Football: Chrysler Vikings (Sieger Eurobowl) 909
    8. Rodeln: Wolfgang und Andreas Schopf 614
    (Weltcupsieger Naturbahn)
    9. Fußball: ÖFB-Nationalteam 557
    10. Tischtennis: Herren-Team (WM-6.) 516

    Die siegreichen Segler erhielten 167 erste Plätze, die Chrysler Vikings 11, das Eishockey-Team und der GAK je 8, die Skispringer 5

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Die Sportler des Jahres 2004 sind gekürt. Der berühmte Österreichische Skiverband ging diesmal leer aus, die Olympischen Sommerspiele in Athen sind auch den wahlberechtigten Journalisten nicht entgangen. Schwimmer Markus Rogan (22/Bild) gewann dort zweimal Silber (100 und 200 m Rücken), zuvor wurde er in Madrid doppelter Europameister (200 m Rücken, 200 m Lagen). Das reichte allemal, um Weltcupsieger Hermann Maier auf Platz zwei zu verweisen.

    • Sportlerin des Jahres wurde Kate Allen (34), Olympiasiegerin im Triathlon.

      Sportlerin des Jahres wurde Kate Allen (34), Olympiasiegerin im Triathlon.

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Team des Jahres wurden, no na, die Tornadosegler Roman Hagara (li) und Hans Peter Steinacher. Sie verteidigten in Athen das Gold von Sydney.

    • Andrea Scherney und Thomas Geierspichler.

      Andrea Scherney und Thomas Geierspichler.

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