Dreijährige ansprechbar - Großmutter auf dem Weg der Besserung

27. Oktober 2004, 00:08
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Folgeschäden trotz Schädelbruch mit Hirnblutung werden für das Kind nicht erwartet

Jenes dreijährige Mädchen, dass bei dem Seilbahnunglück am Gmundner Grünberg am vergangenen Wochenende rund zehn Meter abgestürzt ist, befindet sich auf dem Weg der Besserung. Man habe das Mädchen am Dienstag aus dem künstlichen Tiefschlaf geholt, so Oberarzt Werner Moosbauer gegenüber dem STANDARD. "Die kleine Victoria atmet bereits selbstständig und hat auch schon erste Worte wie Mama, Papa, Puppe gesprochen", so der Mediziner. Der Aufwachversuch sei sehr einfach und rasch vonstatten gegangen.

Das Kind greife bereits ganz gezielt nach Dingen, benötige aber noch sehr viel an Erholung.

"Das Mittagsschläfchen hält das Mädchen aber auf jeden Fall bereits auf Mamas Schoß", freut sich Moosbauer, der mögliche Folgeschäden aus jetziger Sicht "weitgehend ausschließt". Das Mädchen werde noch ein bis zwei Tage auf der Intensivstation verbringen und dann auf eine Normalstation verlegt. "Ein bisschen" müsse das Kind noch im Krankenhaus bleiben, sagte ein Arzt. Operiert werden müsse es wahrscheinlich nicht mehr.

Großmutter bleibt noch auf der Intensivstation

Ihre 57-jährige Großmutter befand sich am Mittwochvormittag noch in der Aufwachphase und war "noch nicht ganz ansprechbar", teilte ein Arzt des Linzer Unfallkrankenhauses mit. Sie müsse bestimmt noch bis Anfang nächster Woche auf der Intensivstation bleiben, werde aber, "wenn nichts Neues auftritt", nicht operiert. Die Frau hatte Wirbelbrüche sowie mehrere Blutergüsse erlitten.

Die strafrechtliche Relevanz des Unglücks einzuschätzen obliegt seit vergangenem Sonntag der Staatsanwaltschaft Wels. Am Dienstag war man dort noch mit der Bestellung eines Sachverständigen beschäftigt. (Markus Rohrhofer/DER STANDARD; Printausgabe, 20.10.2004)

  • Die dreijährige Viktoria, hier mit ihrer Mutter und Oberarzt Werner Moosbauer, dürfte ihren Sturz aus der Seilbahn ohne Spätfolgen überstehen.
    foto: rubra-akh linz

    Die dreijährige Viktoria, hier mit ihrer Mutter und Oberarzt Werner Moosbauer, dürfte ihren Sturz aus der Seilbahn ohne Spätfolgen überstehen.

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