Tuxedomoon: Die Rückkehr der alten Avantgarde

19. Oktober 2004, 20:38
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Wegbereiter einer elektronisch generierten Musik zu Gast in der Szene Wien

Mit ihren Alben "No Tears" aus 1978 und "Half Mute" aus 1980 waren sie Wegbereiter einer elektronisch generierten Musik, die sich nicht nur auf deutsche Pioniere wie Neu! oder Harmonica berief. Tuxedomoon, die Band um die Rappelköpfe Blaine L. Reininger, Peter Principle und Steven Brown, versuchte sich ausgehend von elektronischem Songwriting zunehmend an einer hybriden, ebenso ästhetisch kühlen wie romantisch einnehmenden Form von Kunst-Folklore mit klischeehaft osteuropäischen Wurzeln. Die geriet am Ende der 80er Jahre schließlich oft auch ins Fahrwasser verdächtiger Fusion-Sounds. Sie wurde unhörbar.

Dank dem Münchner Techno-Star DJ Hell und einer gemeinsamen Tour im Vorjahr hat sich die Band allerdings wieder zusammengerauft. Das neue Album "Cabin In The Sky" präsentiert alte, stringente Stärken. (schach/DER STANDARD, Printausgabe, 20.10.2004)

Do., 21. 10., Szene Wien, 1110 Wien
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