Internet revolutioniert das Leben der Österreicher

29. Oktober 2004, 15:58
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Studie zeigt "grundsätzliche Veränderung der Gesellschaft" durch das World Wide Web

Das Internet revolutioniert das Alltags- und Berufsleben der Österreicher. Dies zeigt eine Studie des Klagenfurter Humaninstituts, die zwischen September 2003 und Oktober 2004 durchgeführt wurde. Demnach sieht eine große Mehrheit der Befragten direkte Auswirkungen des Internets auf die Arbeitswelt, die private Kommunikation sowie auf die Weiterbildung.

"Revolutionierung"

860 Personen aus ganz Österreich wurden im Rahmen einer Längsschnittstudie darüber befragt, was das Internet für sie persönlich und für die Gesellschaft bedeute. 58 Prozent der Befragten sehen eine "Revolutionierung" ihres Alltagslebens und ihrer persönlichen Kommunikationsgewohnheiten. Für 72 Prozent bringt das Netz Erleichterungen bei Amtswegen und Bankgeschäften mit sich, und 62 Prozent orten gar eine "grundsätzliche Veränderung der Gesellschaft" durch den weltweiten Einsatz des www. Dass das Internet "die traditionellen Aus- und Weiterbildungsangebote ablöst", glauben 48 Prozent der Österreicher.

Verbesserungsmöglichkeiten

Allerdings sehen die Teilnehmer an der Studie durchaus noch Verbesserungsmöglichkeiten bei der Benutzerfreundlichkeit des Internets. 73 Prozent würden eine "selbsterklärende Navigation, die auf die persönlichen Bedürfnisse der User eingeht", begrüßen. Immerhin 62 Prozent wünschen sich eine "wirklichkeitsnahe 3-D-Umgebung zur besseren Orientierung im Netz" und 61 Prozent der Befragten fordern den Ausbau des mobilen Internets, um immer und überall Zugang zu haben.

Befragt wurden außerdem 120 Experten aus Medien, Wirtschaft, Öffentlichem Dienst und Multimedia-Unternehmen. Von diesen meinen 85 Prozent, dass "Suchmaschinen bereits das Denken und Handeln der Menschen mitprägen". 65 Prozent sehen im Internet einen Motor "für Mobilität und Flexibilität in der Arbeitswelt". Was das grafische Interface betrifft, erkennen 81 Prozent der Experten einen "Trend hin zu 3-D-Enviroments, die den Übergang zwischen virtueller Realität und realer Wirklichkeit optimal schaffen". Wie bei Videospielen werde auch im Internet intuitive Navigation und assoziatives Verbinden von Information und multimedialen Botschaften zum Standard für die Benützer. (APA)

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    foto: photodisc
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