27 heimische Firmen unter Europas Top-500

26. Oktober 2004, 20:04
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Doppelmayr, AVL List und S&T sind laut Studie die dynamischsten Unternehmen in Österreich

Wien - 27 österreichische Unternehmen können sich in diesem Jahr zu den 500 dynamischsten und am stärksten wachsenden Unternehmen Europas zählen. Ihr jährliches Wachstum bei Arbeitsplatzbeschaffung und Umsatzentwicklung liegt jedoch unter dem europäischen Schnitt, so das Ergebnis des "Europe's 500"-Ranking, das in Brüssel von 3i, Microsoft, Boston Consulting Group (BCG) und PricewaterhouseCoopers (PwC) vorgestellt wurde.

Die drei dynamischsten heimischen Firmen sind demnach der Vorarlberger Seilbahnhersteller Doppelmayr (27. Platz), der steirische Motorenentwickler AVL List (38.) und der Wiener EDV-Dienstleister S&T System Integration And Technology Distribution (54.).

Unterdurchschnittliches Wachstum

Obwohl auch die österreichischen Unternehmen die Messlatte von "ein Job pro Woche pro Unternehmen pro Jahr" erreicht haben, bleiben sie im Vergleich zurück: Das jährliche Beschäftigungswachstum liegt mit 11 Prozent unter dem europäischen Schnitt von 15 Prozent, die Umsätze sind im Vergleich zum europäischen Schnitt von 15 Prozent in Österreich nur um 9 Prozent gewachsen.

Mit einem Anteil von 26 Prozent dominieren in Österreich die "größeren" Betriebe mit mehr als 1.000 Beschäftigten (Europa-Vergleich: 11 Prozent). Diese zählen mehrheitlich zur "Old Economy". So wie im restlichen Europa weist die herstellende Industrie mit 33 Prozent die höchsten Wachstumsraten auf. Dennoch wächst dieser Bereich in Österreich nicht so schnell wie in den anderen europäischen Staaten, und es gibt nicht genügend KMU's, die diese Lücke schließen können.

KMU sollen "Wachstums-Champions" werden

"In Österreich mangelt es zur Zeit an einer 'Verjüngung' der Unternehmen", heißt es. Es wird empfohlen, Start-up Unternehmen deutlich stärker zu fördern und ein wirtschaftspolitisches Umfeld zu schaffen, das die KMU's darin unterstützt, ihrerseits zu "Wachstums-Champions" zu werden.

Das diesjährige Gesamt-Ranking zeigt, dass sich das Profil der Wachstums-Unternehmen als Folge der ökonomischen Entwicklung verändert hat: Die Wachstums-Champions werden größer, und die "Old Economy" dominiert. Lediglich 191 Unternehmen (38 Prozent) können als "klein" mit weniger als 100 Mitarbeiter eingestuft werden. In früheren Jahren waren dies mehr als die Hälfte. Außerdem zeigt das Ranking, dass die etwas größeren Betriebe (zwischen 100 und 1.000 Angestellten) besser in der Lage sind, das Tempo des Wachstums aufrecht zu erhalten.

Kleine wachsen am schnellsten

Während mittelgroße Unternehmen offensichtlich in der jüngsten Vergangenheit größere Schwierigkeiten hatten, neue Jobs zu schaffen und nachhaltiges Wachstum zu erzielen, zeigt die Analyse der 500 Nominierten, dass die kleineren Betriebe diejenigen sind, die am schnellsten wachsen: Die 191 Klein-Unternehmen haben bei der Beschäftigungsrate ein Plus von 30 Prozent jährlich erzielt, verglichen mit 19 Prozent bei den 253 mittelgroßen Unternehmen.

Die meisten Gelisteten (30 Prozent) stammen aus der verarbeitenden Industrie und dem Bereich der Zulieferer. Die IT-Branche hingegen hat sich um die Hälfte reduziert. Die Technologie-Branche ist mit einem Anteil von 15 Prozent vertreten. 2003 waren es noch 29 Prozent. (APA)

  • Der Vorarlberger Seilbahnhersteller Doppelmayr belegt in der Studie Platz 27 und ist damit bestes österreichisches Unternehmen.
    foto: doppelmayr

    Der Vorarlberger Seilbahnhersteller Doppelmayr belegt in der Studie Platz 27 und ist damit bestes österreichisches Unternehmen.

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