Industrie hofft auf g'führiges Plus für kommende Skisaison

24. Oktober 2004, 19:23
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Marktforscher und Industrie erwarten, dass in der kommenden Saison wieder mehr Alpinskier in Österreich verkauft werden - sollte das Wetter mitspielen und genug Schnee fallen - Mit Infografik

Wien - Die heimische Skiindustrie sieht der kommenden Wintersaison positiv entgegen, die Eindeckung der Sporthändler läuft auf Hochtouren. Es wurden bereits 425.000 Paar vom Handel bestellt. Das Marktforschungsinstitut Fessel-GfK prognostiziert dieser Wintersaison einen Zuwachs im Skiverkauf von vier Prozent. Unsicherheitsfaktor wie immer: das Wetter, das Ausmaß des Schneefalls.

Obwohl der Weltmarkt insgesamt stagniert, konnten die großen heimischen Hersteller in der letzten Saison eine Absatzsteigerung verbuchen. Von April 2003 bis März 2004 wurden insgesamt 504.000 Paar Alpinski in Österreich verkauft. Die im Lande angesiedelten Hersteller dominieren mit 76 Prozent des Absatzes den Markt.

Atomic führt

Anteilsmäßig führte Atomic mit rund 32 Prozent, gefolgt von Fischer mit 21 Prozent. An dritter Stelle kommt Head mit 13 Prozent und Blizzard mit zehn Prozent. Die restlichen Skihersteller liegen jeweils unter zehn Prozent.

Der österreichische Skierzeuger Fischer konnte seinen Umsatz in der letzten Wintersaison um zehn Prozent steigern. Das Wachstum kam aber zum Gutteil aus dem nordischen Bereich.

"Die Einführung von neu designten Langlaufschuhen, Nordic-Walking-Stöcken und der vermehrte Einsatz von Carbon in der Skitechnologie sollen auch im heurigen Winter zur Gewinnung von weiteren Marktanteilen beitragen" sagt Gregor Dietachmayr, Geschäftsleiter von Fischer GmbH am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien.

Längere und breitere Ski

Das Ski-Design gehe tendenziell langsam wieder in Richtung längere Ski mit mehr Breite zugunsten der Stabilität. Produziert wird mittlerweile zur Hälfte in der Ukraine, der österreichische Standort in Ried mit 770 Mitarbeitern sei jedoch nicht in Gefahr.

Der heimische Marktführer Atomic musste von 2002 auf 2003 währungsbedingt und durch den Absatzeinbruch am deutschen Markt leichte Einbußen verbuchen. Dies soll durch neue Skikonzepte in allen Bereichen in der kommenden Wintersaison wettgemacht werden. Laut Geschäftsführung wurden in der vergangenen Saison rund 200.000 Paar Atomic-Ski in Österreich, weltweit geschätzte 900.000 Paar abgesetzt.

70 Prozent des Weltmarkts wird von Atomic, Salomon, Rossignol und Dynastar, Völkl und K2 zu annähernd gleichen Teilen dominiert. (Christine Rödlach/DER STANDARD Printausgabe, 15.10.2004)

  • Infografik: Skimarken in Österreich
    grafik: der standard

    Infografik: Skimarken in Österreich

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