Verwirrspiel um Beschlagnahme bei Indymedia

24. Oktober 2004, 16:13
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Festplatten sind wieder da - Server werden wieder in Betrieb gehen - Unklarheit über Gründe

Das Mediennetzwerk Indymedia meldet die Rückgabe der vom FBI beschlagnahmten Festplatten - der WebStandard berichtete über die FBI-Aktion. Dennoch geht das Verwirrspiel weiter: Niemand weiß wer für die Beschlagnahme verantwortlich zeichnete.

Server gehen wieder online

Laut einer Meldung des Providers Rackspace wurden die beschlagnahmten Festplatten wieder zurückerstattet. Indymedia arbeitet nun an der Wiederherstellung der Server-Infrastruktur. In einem Posting auf der Indymedia-Seiter wird allerdings gemeldet, dass "die Server als "gehackte" (illegale) Server behandelt werden, deshalb wird es auch Verzögerungen bei der Wiederherstellung der Seiten geben, die bislang noch down sind". Noch ist nicht klar, wie es zu der Beschlagnahme kommen konnte und wer dahinter steckt.

Rechtshilfeabkommen

Am vergangenen Donnerstag wurden die Festplatten von zwei Servern des Medien-Netzwerks Indymedia in London und San Antonio beschlagnahmt. Laut einer Meldung von Provider Rackspace wurden diese der amerikanischen Bundespolizei FBI übergeben. Über die Hintergründe der Aktion herrscht jedoch weiter Schweigen. Ein FBI-Sprecher meldete lediglich, dass die Aktion im Zuge eines Rechtshilfeabkommens zur Bekämpfung von Terrorismus, Entführungen und Geldwäsche erfolgt sei.(red)

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