Die Schlacht um die Kunden ist eröffnet

14. Oktober 2004, 14:35
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T-Mobile Austria startet das Service der mobilen Rufnummernmitnahme mit 16. Oktober 2004

Die Rufnummernmitnahme und die daraus resultierenden zu erwartenden Wechsel des Mobilfunkproviders sorgen für Unruhe am Markt. Wie viele Kunden werden wechseln? Wer wechselt wohin? Und wie kann ein Markt der schon – preislich – sehr angeschlagen ist, noch einmal attraktiv gemacht werden?

Die Schlacht ist eröffnet

Die Schlacht um wechselwillige Kunden scheint nun eröffnet: Wie T-Mobil Austria in einer Aussendung bekannt gab, wird ab 16. Oktober 2004 das Service der mobilen Rufnummernmitnahme gestartet. Jeder Mobilfunkkunde eines anderen Netzbetreibers kann nun zu T-Mobile wechseln und seine Rufnummer behalten – egal ob Vertragskunde, Wertkartenkunde oder Businesskunde, so die Aussendung.

Die Aktionen

Auf der Jagd nach Neukunden werden natürlich zahlreiche Goodies und spezielle Angebote bereit gestellt. So sollen Kunden, die sich bis Ende Oktober 2004 für eine Neuanmeldung zu einem der T-Mobile Tarife entscheiden, bis zu 100 Euro sparen. Die Summe wird dem Neukunden als Guthaben über zehn Monate verteilt gutgeschrieben. Für die heißbegehrten Firmenkunden gibt es zusätzliche Wechselgoodies: Businesskunden, die sich gegen Vorlage eines Firmenbuchauszugs beziehungsweise Gewerbescheins bis 31. Dezember 2004 zu Relax 200 anmelden, erhalten darüber hinaus statt der 200 integrierten Freiminuten sogar 400 Freiminuten. Für das Angebot fällt die für Relax 200 übliche Grundgebühr von 34 Euro an. Es gilt eine Mindestvertragsdauer von 24 Monaten, so T-Mobile. Nach Verbrauch der Freiminuten sind netzinterne Gespräche kostenlos; in alle anderen Netze kosten Gespräche einheitlich 20 Cent pro Minute. Ebenso 20 Cent werden für das Versenden einer SMS verrechnet. Das Abrufen der T-Mobile Box wird mit 5 Cent vergebührt. Telefonate in das Netz von Drei kosten 30 Cent pro Minute.

Eine Stunde Zeit

Wechselwillige können einen Rufnummernwechsel in jedem Shop von T-Mobile sowie bei jedem Vertragspartner durchführen lassen. Der Provider empfiehlt, dafür etwa eine Stunde Zeit einzuplanen. Diese Zeitspanne ergibt sich aus den gesetzlich geregelten Rückmeldefristen für den bestehenden Betreiber: Dieser hat maximal 30 Minuten Zeit, die Information zur Rufnummernmitnahme zuzustellen sowie weitere zehn Minuten, um die Portierung zu bestätigen. Das gesamte Procedere ist gesetzlich in der Nummernübertragungsverordnung (NÜV) geregelt.

Die Kosten

Wechselwillige müssen nur mit einem Lichtbildausweis (bei Werkartenkunden PUK-Code bzw. bei Firmenkunden Firmennachweis und gegebenenfalls Zeichnungsberechtigung) in einen T-Mobile Shop kommen. Dort unterzeichnen sie eine Vollmacht, mit der T-Mobile die Information zur Rufnummernmitnahme beim bisherigen Betreiber einholen kann. Diese Information kostet 4 Euro pro SIM-Karte und enthält eine Aufstellung über alle noch offenen Kosten aus dem bestehenden Vertrag. Sofern kein Portierhemmnis vorliegt (z.B. deaktive Nummer) und sich der Wechselwillige nach Erhalt der Information zur Rufnummernmitnahme definitiv zu einem Wechsel entscheidet, muss dieser nur noch den Durchführungsauftrag unterschreiben. Noch im Shop wird der Tag festgelegt, an dem die Übertragung der Nummer zu T-Mobile passieren soll: Dieser Tag kann maximal 60 Tage in der Zukunft liegen. Bei einer sofortigen Portierung müssen drei Werktage (inklusive Samstag) einkalkuliert werden, die für das technische Procedere benötigt werden. Die Umstellung selbst erfolgt am gewünschten Tag in der Zeit zwischen 00:00 und 09:00 Uhr. Nach erfolgter Portierung erhalten Kunden automatisch eine SMS mit der Information, dass sie sich nun im T-Mobile Netz befinden.(red)

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