Businessplan-Wettbewerb soll Firmengründungen fördern

6. April 2005, 17:04
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2003 hat es laut WKÖ 28.200 "nachhaltige Gründungen" gegeben - Einige Hundert haben seitdem wieder aufgegeben

Wien - Wirtschaftskammer, Erste Bank und Sparkassen und der Technologiekonzern VA Tech haben in Österreich einen Businessplan-Wettbewerb ausgeschrieben. Die Initiative "i2b - ideas to business" biete österreichweit ein "professionelles Angebot an Informationsveranstaltungen, intensiven Coachings und Zugang zu Kapitalgebern, Beratern und Partnern", erklärte Wirtschaftskammer-Chef Christoph Leitl am Donnerstag anlässlich der Präsentation des Bewerbes in Wien.

Diese Leistungen würden einen Gesamtwert von 4.250 Euro darstellen. Besonderes Augenmerk werde auf die Realisierbarkeit der Pläne und deren "strukturierte Finanzierung" gelegt. Dies sei auch ein wesentlicher Punkt bei Basel 2.

Sieg keine Garantie für Realisierung

Eingeladen seien alle Personen, die eine noch nicht realisierte Idee haben. Der Sieg bei dem Bewerb sei aber keine Garantie für die Realisierung des Projektes, betonte die Wirtschaftskammer (WKÖ).

Im vergangenen Jahr habe es 28.200 "nachhaltige Gründungen" gegeben, sprich Gründer, die noch nach sechs Monaten aktiv waren. Insgesamt hätten "mehr als 30.00 Personen" ihr Glück in der Selbstständigkeit gesucht, betonte Leitl. Das sei mit plus 11 Prozent gegenüber 2002 ein neuer Gründerrekord.

Dass die neuen Firmengründer nicht alle auch "echte" Unternehmer seien, sondern teilweise auch Scheinselbständige, relativierte Leitl. Dass viele der Neugründungen keine Mitarbeiter hätten, liege an der Startphase. Und dass Bereiche ausgelagert werden und die betroffenen Mitarbeiter dann als Selbständige für den vorigen Arbeitgeber weiter werken, könne auch als Brückenfunktion für die Akquisition neuer Auftraggeber gesehen werden, so der Kammerpräsident. Es sei jedenfalls nicht richtig, dass Mitarbeiter aus den Unternehmen gedrängt werden, um sie dann als Scheinselbständige weiter zu beauftragen.(APA)

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    bild: i2b
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