Getanztes "Fortissimo" im Tiroler Landestheater

22. Oktober 2004, 10:04
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Ballett-Uraufführung in Innsbruck als Gemeinschaftsarbeit von Jochen Ulrich und Lode Devos

Innsbruck - Eine Uraufführung hat die Tiroler Landesbühne am kommenden Wochenende wieder zu bieten. Ballettdirektor Jochen Ulrich, eine international anerkannte Größe in der Sparte Tanztheater, präsentiert gemeinsam mit dem Tänzer und Choreografen Lode Devos am Samstagabend im Großen Haus seine Tanzschöpfung.

"ff Fortissimo" heißt die neue Tanzkreation, eine Gemeinschaftsarbeit von Jochen Ulrich und Lode Devos, die die wesentliche, vor allem gleichberechtigte Beziehung zwischen Tanz und Musik und ihrer Parameter Zeit und Raum hervorhebt. Dementsprechend wichtig ist an diesem Abend die mit "Piano Dances" charakterisierte Live-Musik an zwei Klavieren, für die Peter Kubik die künstlerische Verantwortung übernimmt. Am zweiten Flügel sitzt Michael Schöch. Jochen Ulrich erkundet in seiner "Adler und Engel" betitelten Choreografie zu Klängen von Milhaud, Poulenc und Keith Jarrett ("Köln-Concerto") die Emotionalität eines Lebensgefühls, das in seiner Gelöstheit ohne Aggressivität auskommt.

Lode Devos' Choreografie basiert auf Bach, Beethoven und Arvo Pärts Komposition "Spiegel im Spiegel", von der er auch den Namen und die tanzschöpferischen Ideen leiht, ein wichtige optisches Element ist auch die Lichtregie. Die bewährte Compagnie des Landestheaters - mit fünf neuen Mitgliedern im 13-köpfigen Ensemble - ist herausgefordert, die stark auf die Individualität der Tänzer ausgerichteten Konzepte umzusetzen. Bühne und Kostüme hat Bjanka Ursulov entworfen.

Premiere ist am 16. Oktober, weitere Vorstellungen in diesem Monat am 22. und 30. (APA)

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