KDE goes Mozilla goes KDE

31. Oktober 2004, 10:51
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KHTML-Engine wird voraussichtlich gegen Gecko ausgetauscht - KDE-Interface für Mozilla gewinnt an Fahrt

Lange Zeit hat die KDE-Community ausschließlich auf die Eigenentwicklung KHTML als Basis für den eigenen Browser Konqueror gesetzt, wie Desktop-Entwickler Chris Schläger in einem Interview mit KDE.News erklärt, scheinen diese Zeiten aber nun vorbei zu sein. Statt KHTML soll die Mozilla Rendering Engine Gecko Einzug in künftige Versionen halten.

Vorteile

Zwar sei er davon überzeugt, dass KHTML die bessere zugrunde liegende Architektur habe, allerdings gebe es damit auch mehr Darstellungsprobleme als mit Gecko, vor allem im Bereich DHTML. Er hofft aber darauf, dass KHTML als Alternative erhalten bleibt.

Probleme

Einer der Gründe für die Richtungsänderung dürfte auch sein, dass es schlicht zu wenige KDE-EntwicklerInnen gibt, die sich um KHTML kümmern können, geschweige denn mit der Geschwindigkeit der Entwicklung des Mozilla-Projekts mithalten können. Zwar wurde auch Apples Webcore-Engine für Safari auf KHTML-Basis entwickelt, doch den KDE-EntwicklerInnen scheint es nicht gelungen zu sein, mit den Apple-Patches mitzuhalten, so dass sich die Engines mittlerweile bereits recht stark unterscheiden.

Integration

Währenddessen hat auch das QT-Projekt für Mozilla wieder neue Fahrt bekommen, künftige Versionen des Open Source Browsers sollten sich damit in den Look von KDE einpassen können. Bleibt abzuwarten, ob in künftigen KDE-Versionen noch ein Konqueror mit Gecko-Engine zum Einsatz kommt, oder gleich auf einen angepassten Mozilla (Firefox) gesetzt wird. (apo)

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