Überraschend: Verträge der Telekom Austria Vorstände einstimmig verlängert

13. Oktober 2004, 11:05
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Rudolf Fischer, Boris Nemsic, Heinz Sundt und Stefano Colombo bleiben in Amt und Würden - "Wertschätzung der bisher geleisteten Arbeit des Vorstands"

Überraschungseffekt bei der Telekom Austria (TA): Der Aufsichtsrat hat - entgegen aller Ablösespekulationen im Vorfeld - am Dienstag alle vier Vorstandsmandate verlängert, teilte die TA im Anschluss an die Aufsichtsratssitzung mit.

Zwei beziehungsweise fünf Jahre

Die Verträge von Vorstandsvorsitzendem Heinz Sundt und von Finanzvorstand Stefano Colombo werden dabei um jeweils zwei Jahre verlängert, Festnetz-Vorstand Rudolf Fischer und Mobilfunk-Vorstand Boris Nemsic sollen auf die Dauer von fünf Jahren weiter bestellt werden.

Stellvertreter

Nemsic werde darüber hinaus zum stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstandes ernannt. Die Verlängerung der Verträge trete nach Ablauf der bisherigen Funktionsperiode ab April 2005 in Kraft.

einstimmig

Die Entscheidung über die Bestätigung und Verlängerung aller vier Vorstandsmandate sei im heutigen Aufsichtsrat einstimmig getroffen worden, betonte Aufsichtsratspräsident und Vorstand der Staatsholding ÖIAG, Peter Michaelis, im Anschluss an die Sitzung. Die Entscheidung sei "ein gutes Signal und ein Zeichen nach außen", sagte Michaelis zur APA. Mit der Verlängerung sei der "Wertschätzung der bisher geleisteten Arbeit des Vorstands Ausdruck verliehen" worden, damit werde strategische und operationale Kontinuität sichergestellt und für künftige Herausforderungen vorgesorgt.

Spekulationen

Der heutigen Entscheidung des Aufsichtsrats waren massive Ablösespekulationen über einzelne Vorstandsmitglieder vorangegangen. Im den vergangenen Wochen soll vor allem das Finanzminister Karl-Heinz Grasser bei Generaldirektor Sundt auf eine Ablöse gedrängt haben. "Das Finanzministerium hat keine Organfunktion in der Telekom Austria", betonte Michaelis heute auf APA-Anfrage dazu. Die Entscheidung sei ausschließlich im Aufsichtsrat zu treffen gewesen. Der Aufsichtsrat habe "alle Für und Wider" dieser Entscheidung abgewogen.

Erfolgreich

"Mit der Weiterbestellung des gesamten Vorstands tragen wir der erfolgreichen Entwicklung der Telekom Austria Rechnung und nehmen gleichzeitig eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft des führenden österreichischen Telekomunternehmens vor", betonte Michaelis in einer Pressemitteilung weiter.

Mediale Offensive

Der Telekom Austria-Vorstand war in den vergangenen Tagen geschlossen medial in die Offensive gegangen und hatte sein künftiges Strategiekonzept, das auch eine Südosteuropa-Expansion und den Ausbau von neuen Technologien im Festnetz umfasst, vorgestellt.

ÖIAG: Finanzministerium hat keine Organfunktion

Die Entscheidung über die Bestätigung und Verlängerung aller vier Vorstandsmandate in der Telekom Austria (TA) sei im Aufsichtsrat einstimmig getroffen worden, betonte Aufsichtsratspräsident und Vorstand der Staatsholding ÖIAG, Peter Michaelis, im Anschluss an die Sitzung. Die Entscheidung sei "ein gutes Signal und ein Zeichen nach außen", sagte Michaelis. Mit der Verlängerung sei der "Wertschätzung der bisher geleisteten Arbeit des Vorstands Ausdruck verliehen" worden, damit werde strategische und operationale Kontinuität sichergestellt und für künftige Herausforderungen vorgesorgt.

Ablösespekulationen

Der Entscheidung des Aufsichtsrats waren massive Ablösespekulationen über einzelne Vorstandsmitglieder vorangegangen. Im den vergangenen Wochen soll vor allem das Finanzminister Karl-Heinz Grasser bei Generaldirektor Sundt auf eine Ablöse gedrängt haben. "Das Finanzministerium hat keine Organfunktion in der Telekom Austria", betonte Michaelis heute auf APA-Anfrage dazu. Die Entscheidung sei ausschließlich im Aufsichtsrat zu treffen gewesen. Der Aufsichtsrat habe "alle Für und Wider" dieser Entscheidung abgewogen.

Strategiekonzept

"Mit der Weiterbestellung des gesamten Vorstands tragen wir der erfolgreichen Entwicklung der Telekom Austria Rechnung und nehmen gleichzeitig eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft des führenden österreichischen Telekomunternehmens vor", betonte Michaelis in einer Pressemitteilung weiter.

Der Telekom Austria-Vorstand war in den vergangenen Tagen geschlossen medial in die Offensive gegangen und hatte sein künftiges Strategiekonzept, das auch eine Südosteuropa-Expansion und den Ausbau von neuen Technologien im Festnetz umfasst, vorgestellt.(APA)

  • Die Verträge von Rudolf Fischer, Boris Nemsic, Heinz Sundt und Stefano Colombo (von links nach rechts) wurden verlängert.
    foto: telekom austria

    Die Verträge von Rudolf Fischer, Boris Nemsic, Heinz Sundt und Stefano Colombo (von links nach rechts) wurden verlängert.

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