SAP lagert Arbeitsplätze in der Verwaltung nach Tschechien aus

14. Oktober 2004, 10:32
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Gewerkschaft: 1.300 Arbeitsplätze gefährdet

Der Softwarekonzern SAP will Arbeitsplätze in der Verwaltung nach Prag verlagern. Dort sollten im kommenden Jahr etwa Aufgaben im Personal- und Buchhaltungsbereich europaweit gebündelt werden, sagte ein Konzernsprecher am Donnerstag und bestätigte damit einen Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

1.300 Arbeitsplätze gefährdet

Am Stammsitz in Walldorf bei Heidelberg ist dem Sprecher zufolge eine etwa zweistellige Zahl von Beschäftigten von den Plänen betroffen. Dem Bericht nach sieht die IG Metall in Walldorf 1.300 der dortigen 8.500 Stellen gefährdet. Diese Schätzung nannte der Sprecher absurd.

Arbeit soll im ersten Halbjahr 2005 aufgenommen werden

Das so genannte Shared Sevice Center in Prag soll seinen Worten zufolge im ersten Halbjahr 2005 seine Arbeit aufnehmen. Wie viele Beschäftigte dort arbeiten sollen, werde noch geprüft. Die angestrebte Verlagerung ziele auf Effizienzsteigerungen ab und nicht auf Kündigungen, sagte der SAP-Sprecher.

2.500 neue Mitarbeiter

Zuletzt hatte der Konzern seine Pläne für Neueinstellungen deutlich ausgeweitet. Demnach will das Unternehmen im laufenden Jahr weltweit 2.500 Mitarbeiter neu einstellen, das wären 1.000 mehr als ursprünglich vorgesehen. Ende Juni belief sich die Zahl der Beschäftigten auf 30.945. (APA)

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SAP

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