Sieben Filme aus Österreich bei der "Feminale"

11. Oktober 2004, 15:48
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Zwölfte Auflage des Kölner Frauenfilmfestivals eröffnet, 120 aktuelle Produktionen am Programm bis Sonntag

Köln - Mit einer Auswahl von Kurzfilmen ist am Mittwochabend das internationale Kölner Frauenfilmfestival "Feminale" 6.-10.10.) eröffnet worden. Fünf Tage präsentiert das Filmfestival, das zum zwölften Mal stattfindet, 120 aktuelle Produktionen internationaler Regisseurinnen aus 54 Ländern sowie Workshops. Österreich ist auf dem Festival mit sieben Beiträgen stark vertreten.

Vier österreichische Arbeiten laufen im "Panorama": die Experimentalfilme "Halloween" von Kerstin Cmelka und "Hard Video/ G.S.I.L. XIX" von Ilia, das Landschaftsporträt "I.E. [site 01 - isola eolie]" von Lotte Schreiber und die Doku "Das wirst Du nie verstehen" von Anja Salomonowitz. In der Sektion "Girls Focus" startet die österreichisch-deutsche Koproduktion "Der Angriff der Zukunft auf die übrige Zeit" von Conny Habbel, und im Rahmen einer Matinee unter dem Motto "Augen und Ohren gehen verloren" werden Kathrin Resetarits' Film "Ägypten" und Mara Mattuschkas "Les miserables" gezeigt.

Dokumentarschwerpunkt

Im Vordergrund der zwölften Feminale stehen in diesem Jahr Dokumentarfilme. Hier werden unter anderem Frauen in ungewöhnlichen Berufen vorgestellt, wie etwa die indische Lastwagenfahrerin Manju. Außerdem werden Debütfilme sowie Deutschland- und Europapremieren gezeigt. Als Spezialprogramme präsentiert die Feminale heuer "Ethnologinnen hinter der Kamera", das Werk der japanischen Regisseurin Tanaka Kinuyo sowie Filme zum Thema "Groupies". Vergeben wird auch heuer wieder am Schlusstag des Festivals der Debüt-Preis in Höhe von 2.500 Euro für das beste Erstlingswerk einer Regisseurin.

"Mit ihren 20 Jahren hat die Feminale ihre Teenie-Zeit nun hinter sich", sagte Geschäftsführerin Jennifer Jones. Die Feminale habe ein eigenes Profil entwickelt und könne auf gewachsene Strukturen verweisen. 20 Jahre nach der ersten Feminale solle die Gelegenheit genutzt werden, "die eigene Situation im Hier und Jetzt zu überdenken und neue Anstöße für die Zukunft geben".

Angesichts der Absicht des Landes Nordrhein-Westfalen, die Förderung für die Frauenfilmfestivals in Köln und Dortmund zu kürzen, schaue die Feminale in eine ungewisse Zukunft, sagte Feminale-Sprecherin Anna Jacobsen. Budgetkürzungen für die Filmkultur und Pläne einer Zusammenlegung der beiden Festivals würden das Bestehen der "Feminale" massiv bedrohen. "Wir sind durchaus zu Synergien bereit", sagte Jacobsen. Wichtig sei aber, dass beide Festivals in NRW erhalten blieben. (APA/dpa)

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