Hoeneß-Rüge für Oliver Kahn

15. Oktober 2004, 11:37
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Bayern-Manager findet Eskapaden des Goalies nicht zum Lachen - Kloses Werder-Kollege Klasnic: "Der tickt nicht mehr ganz richtig"

München - Oliver Kahn ist für seine "Nasenbohrer-Attacke" gegen Miroslav Klose sogar von Bayern-Manager Uli Hoeneß gerügt worden, muss aber keine Konsequenzen durch den deutschen Bundestrainer Jürgen Klinsmann fürchten. "Ich würde das nicht hochspielen. Das sind emotionale Momente, die passieren", sagte Klinsmann am Dienstag beim Treffpunkt der Fußball-Nationalmannschaft in München: "Es wird immer wieder vorkommen, dass auch Nationalspieler aneinander geraten."

Hoeneß wünscht Besserung

Eine Verhaltensänderung des Bayern-Kapitäns erwartet dagegen Hoeneß. "Oliver darf so nicht reagieren, das ist nicht okay", sagte der Manager des Rekordmeisters am Montagabend im Bayerischen Fernsehen. Er werde mit dem Kapitän über den Vorfall beim 2:1-Sieg der Münchner im Bundesligaspiel beim SV Werder Bremen sprechen, kündigte der Manager an: "Er muss sich mehr zusammen nehmen."

"Darf er das?" Klinsmann verwies die Antwort auf diese Frage an den Schiedsrichter. So reagierte auch DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder, der einen Fehler von Referee Herbert Fandel monierte: "Für mich war das eine Sache, bei der der Schiedsrichter eingreifen muss. Die Aktion war mindestens eine Gelbe Karte wert." Der DFB-Chef hält Kahn weiterhin tragfähig für die Nationalelf: "Olli Kahn ist halt so, er gerät leicht in Erregung. Ich nehme es nicht tragischer, als es ist." Kloses Bremer Teamkollege Ivan Klasnic zeigte dagegen in der "Bild"-Zeitung (Dienstag-Ausgabe) kein Verständnis: "Der tickt nicht mehr ganz richtig." Der ehemalige Teamkeeper Harald Schumacher meinte: "Das Problem ist, dass ihm keiner Grenzen aufzeigt."

Klinsmann motiviert Lehmann

Klinsmann hat inzwischen am Dienstag das Duell zwischen Kahn und seinem Rivalen Jens Lehmann um die Nummer eins im DFB-Tor weiter angeheizt. Nachdem er Kahn für das Länderspiel am kommenden Samstag im Iran eine Pause eingeräumt hatte, ermutigte er Lehmann zum Angriff: "Jens weiß die Situation zu schätzen, dass es zu einem offenen Duell kommen wird in den nächsten 20 Monaten. Es gibt keine Garantien - für niemanden." Torsten Frings musste wegen einer Knieverletzung für das Iran-Match absagen.(APA/dpa)

  • "Er muss sich mehr zusammen nehmen"

    "Er muss sich mehr zusammen nehmen"

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