"Darfur" zu tanzen hat sogar Sinn

6. Oktober 2004, 09:59
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Clubbing im Volksgarten unter dem Motto "Tu was Darfur"

Mittlerweile ist Georg Wagner wieder ausgeschlafen, hat das Geld gezählt und über den Unterschied nachgedacht: Denn, dass es nicht das selbe ist, ob man "einfach so" durchfeiert, oder ob man dem geselligen (Szene-)Treiben per Charity-Mäntelchen einen Sinn gibt, hätte derGeschäftsführer der Branding-Agentur "Spirit Design" noch vor zwei Monaten nicht geglaubt.

Aber das war eben, bevor Wagner und seine Freunde Sylvia Brunner (Netzwerkerin bei 46xx) und Markus Krisper (Musikmanager) eines Tages angesichts der Bilder aus dem Sudan nicht mehr"betroffen nicken und dann wegschauen" (Wagner) konnten.

Dass die Grundidee (einer Charity-Auktion) zu einem Clubbing im Volksgarten mutierte und "eine irre Organisations-Action" wurde, nahm man in Kauf – und als letzten Samstag dann 600 Besucher zum Motto "Tu was Darfur" tanzten, war die Mühe vergessen: Am Dienstag – nach Kassasturz – wussten Wagner & Co dann, dass sie ihr Ziel, mindestens 10.000 Euro zusammen zu kratzen erreicht hatten. Und, dass "das nicht alles gewesen sein wird. Schließlich tut es niemandem weh, auch einmal etwas Sinnvolles zu tun." (DER STANDARD, Printausgabe, 6.10.2004)

  • Markus Krisper, Georg Wagner und Sylvia Brunner.
    foto: löffelmann

    Markus Krisper, Georg Wagner und Sylvia Brunner.

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