SJÖ: Netzwerk gegen Rechts online

21. März 2005, 10:22
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Sozialistische Jugend setzt Antifaschismus-Kampagne fort

Wien - Die Sozialistische Jugend Österreich (SJÖ) setzt ihre Antifaschismus-Kampagne unter dem neuen Motto "Netzwerk gegen Rechts" diesen Herbst fort. Ziel ist es laut Aussendung, Jugendlichen, die sich aktiv gegen Rechtsextremismus einsetzen wollen, eine Plattform zur gegenseitigen Vernetzung und Koordination zu bieten. Auch wird die SJÖ wieder mit über 90 Aktionstagen und Netzwerktreffen im gesamten Bundesgebiet unterwegs sein. Die Homepage der Kampagne www.netzwerkgegenrechts.at ist seit Anfang dieser Woche online, so Andreas Kollross, Vorsitzender der SJÖ, am Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.

Vernetzung

Kollross betont die Notwendigkeit, Jugendliche zum Thema Rechtsextremismus aufzuklären und bei jeder sich bietenden Gelegenheit gegen rechtsextreme Tendenzen in der Öffentlichkeit aufzutreten. "Unser Ziel ist es Jugendliche mit der Kampagne zu motivieren, aktiv gegen Rechts zu werden, und ihre Aktivitäten untereinander zu vernetzen. Gerade jetzt, da fragwürdige Rhetorik in der alltäglichen politischen Diskussion wieder salonfähig wird, gilt es entschieden gegen Rechtsextremismus aufzutreten. Wer den Boden für Rechtsextremismus ideologisch aufbereitet, bereitet letztendlich den Weg für rechtsextreme Gewalt. Der bisherige Erfolg unserer Kampagne bestätigt uns darin, dass es hierzulande eine große Bereitschaft unter den Jugendlichen gibt, sich gegen Rechtsextremismus zu engagieren", so Kollross am Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.

Verantwortung

Kollross weist abschließend auch auf die Verantwortung der Politik hin, Rechtsextremismus unter keinen Umständen Vorschub zu leisten: "Gerade die 'Umvolker' in der Politik und all jene, die prinzipiell an solchem Jargon nichts Belastendes finden, sind es, die rechtsextremen Schlägerbanden das Gefühl vermitteln, dass sie wieder willkommen sind. Der Faschismus war kein unaufhaltsames Schicksal, denn bestimmte Kreise aus Wirtschaft und Politik brachten ihn an die Macht. Aus der Geschichte lernen heißt, Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen. Dies ist jenen vorzuhalten, die über die 'aufgezwungene zeitgeistliche politische Korrektheit' lamentieren." (red)

  • Aufkleber: "Den Rechten die Zähne zeigen"

    Aufkleber: "Den Rechten die Zähne zeigen"

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