EU rät FriseurInnen zu detaillierten Preislisten

6. Dezember 2004, 12:07
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Gleichbehandlungsrichtlinie unterscheidet zwischen unmittelbarer und mittelbarer Diskriminierung

Luxemburg - Die EU-Ratspräsidentschaft hat Europas FriseurInnen empfohlen, mit detaillierten Preislisten auf die neue Gleichstellungsrichtlinie zu reagieren. "Vielleicht müssen die Preise für die einzelnen Angebote genauer ausgewiesen werden", antwortete der Ratsvorsitzende und niederländische Sozialminister Aart de Geus auf die Frage von JournalistInnen, ob unterschiedliche Tarife für Herren- und Damenhaarschnitte künftig noch zulässig seien. Für die gleiche Arbeit und den gleichen Schnitt müssten die Preise wohl angepasst werden.

Die Begründung der Gleichbehandlungsrichtlinie unterscheidet zwischen unmittelbarer und mittelbarer Diskriminierung einer Person auf Grund ihres Geschlechts. Demnach "liegt beispielsweise bei auf körperliche Unterschiede bei Mann und Frau zurückzuführenden unterschiedlichen Gesundheitsdienstleistungen für Männer und Frauen keine Diskriminierung vor, weil es sich nicht um eine vergleichbare Situation handelt". EU-Sozialkommissar Stavros Dimas scherzte, eine Frau würde sich sicherlich für eine Gleichbehandlung mit ihm beim Friseur bedanken. Dimas hat eine Glatze. (APA/dpa)

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