Regierung bietet Rebellen Amnestie an

7. Februar 2005, 14:15
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Entwaffnung und Auflösung als Bedingungen genannt

Port Harcourt - Die nigerianischen Behörden haben den Rebellen im Süden des Landes eine Amnestie angeboten. Ein Sprecher des Bundesstaates Rivers States begrüßte am Freitag einen kurz zuvor zwischen zwei rivalisierenden Rebellengruppen abgeschlossenen Waffenstillstand. Die Kämpfer würden von der Strafverfolgung ausgenommen, sagte der Behördenssprecher der Nachrichtenagentur AFP. Voraussetzung sei, dass die Gruppen die Bedingungen des Abkommens einhielten und ihre Waffen ablieferten und sich auflösten.

K0onflikt um Ausbeutung der Ölquellen im Niger-Delta

Die zwei Gruppen, die "Freiwilligenarmee des Nigerianischen Deltavolks" und die Niger-Delta-Bürgerwehr (NDV), hatten sich am Freitag in der Hauptstadt Abuja auf die Einstellung der Kampfhandlungen geeinigt. Der bereits seit einem Jahr währende Konflikt um die Ausbeutung von Ölressourcen im Niger-Delta war im August in blutigen Kämpfen eskaliert, worauf die Zentralregierung in Abuja Soldaten in die Region entsandte. Der Konflikt löste auch internationale Besorgnis aus. Unter anderem wegen der Krise in dem westafrikanischen Land stiegen die internationalen Ölpreise auf einen neuen Höchststand. (APA)

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    Angehörige der "Freiwilligenarmee des Nigerianischen Deltavolks" in ihrem Lager nahe der Stadt Buguma.

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