CT-Untersuchungen mit tödlichem Ende

7. Oktober 2004, 11:48
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Durch Computertomographien sterben jährlich 2.500 Kinder in den USA

London - Überflüssige Untersuchungen per Computertomographie (CT) verursachen jedes Jahr allein in den USA bei Hunderten Kindern Krebserkrankungen mit tödlichem Ausgang. Die Untersuchungsmethode ist nach Einschätzung des Strahlungsbiologen David Brenner bei amerikanischen Kindern für etwa 2.500 Todesfälle pro Jahr verantwortlich. Laut einer Studie könnte jeder dritte CT-Scan vermieden oder durch andere Diagnoseverfahren ersetzt werden.

Der Einsatz von CT bei Untersuchungen von Kindern ist seit 1990 stark angestiegen. Damals verkürzte eine neue Generation von Geräten die Untersuchungsdauer von einer Minute auf etwa eine Sekunde. Die Patienten sind dabei jedoch einer wesentlich höheren Strahlung ausgesetzt als bei konventionellen Röntgenuntersuchungen.

Bei Kindern ist das Krebsrisiko laut Brenner besonders hoch, weil ein durch die Strahlung entstandener Tumor bei ihnen mehr Zeit hat, sich zu entwickeln. Dennoch betont der Experte in der Zeitschrift "Nature", dass bei richtiger Anwendung der Nutzen der Untersuchungsmethode die Risiken insgesamt überwiegt. (APA)

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    derstandard.at
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