München beschließt Weiterführung des Linux-Projekts

12. Oktober 2004, 14:24
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Rechtsgutachten sieht keine höhere Gefährdung als bei anderen Softwareprojekten - Stadrat stellt sich hinter Vorhaben

Mit einem Beschluss des Münchner Stadtrats dürfte die Verunsicherung um das Münchner Linux-Projekt endgültig beendet ist. Nach Prüfung der vorliegenden Fakten hat die rot-grüne Stadtregierung beschlossen, das LiMux-Projekt wie geplant - und uneingeschränkt - weiterzuführen, dies berichtet heise online.

Gutachten

Dem voraus gegangen war eine Anhörung, in der unter anderem ein Rechtsgutachtens der Münchner Rechtsanwaltskanzlei Frohwitter vorgelegt wurde, das bei Open Source Produkten kein höheres Gefahrenpotential in Bezug auf Patentprobleme als bei proprietärer Software sieht. Das entsprechende Gutachten soll in wenigen Tagen auf der Webpage der Stadt München veröffentlicht werden.

Geringe Risiken

Die Diskussion im Stadrat drehte sich dabei vor allem um die Auswirkungen der sogenannten "Softwarepatente", und inwiefern diese eine Gefahr für das LiMux-Projekt darstellen könnten. Das Gutachten meint nun, die Gefahr sei "prinzipiell gering einzustufen", hohe finanzielle Risken - wie im Vorfeld befürchtet - gäbe es nicht. Trotzdem will sich die Stadt auch weiterhin gegen Softwarepatente stark machen. (red)

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