Linux ein Vehikel für illegale Windows-Software?

13. Oktober 2004, 15:23
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Rechner werden vermehrt mit Open Source-Betriebssystem ausgeliefert um Lizenzkosten zu sparen

Computer mit dem Betriebssystem Linux wachsen zunehmend an Beliebtheit, da sie auch mit illegalen Kopien von Windows funktionieren. Dies besagt eine Studie des Marktforschungsinstituts Gartner Laut Gartner werden über 40 Prozent der Linux-PCs modifiziert um gefälschte Versionen von Windows zu benutzen. Somit werden Kosten gesenkt, indem man den sich den Kauf eines Windows-PCs erspart, berichtet Cnet.

Populär

Auf den Märkten der Schwellenländer erfreuen sich die Linux-Workstations breiter Popularität. Linux wird von rund 80 Prozent der Käufer durch eine illegale Windows-Kopie ersetzt. Raubkopien werden auf den Strassen von Shanghai und anderen Städten Asiens und Osteuropas für nur einen Dollar verkauft. Aber die gefälschte Software ist auch in Filialen, die Markennamen-Computer verkaufen, erhältlich.

Spekulativ

Laut Gartner wird die Anzahl der ausgelieferten Desktop-Linux-PCs den tatsächlichen Prozentsatz der Computer mit installiertem Linux erhöhen. Linux-Workstations werden ungefähr fünf Prozent der verkauften Desktops des Jahres ausmachen, wobei rund 10,5 Prozent der PCs in Asien ausgeliefert werden. Aber die Anzahl der installierten Linux-Basen wird nur 1,3 Prozent betragen. Gartner zufolge wird Linux im Jahr 2008 rund 7,5 Prozent der ausgelieferten PCs zählen, aber die Anzahl der installierten Basen wird nur auf 2,6 Prozent steigen. Laut Studie hat Linux auf dem Desktop zwar ein großes öffentliches Interesse entwickelt, aber es gebe kaum passende Linux-Entwicklungen. Es haben zwar bereits einige Regierungen in Europa verkündet mit Linux zu kooperieren, aber die meisten Projekte stecken noch in der Evaluationsphase.

Preisfrage

Der Preis der Raubkopien ist die große Motivation für Piraterie. Denn alle Komponenten innerhalb der PCs, außer Windowskomponenten, fielen in den vergangen Jahren im Preis. Nun tragen die Betriebsysteme rund 12 bis 15 Prozent der Kosten. Die wachsende Akzeptanz von Linux hat Microsoft veranlasst seine billigere Windowsversion, Windows XP Starter Edition, zu veröffentlichen. (pte)

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