Freigelassene Italienerinnen für Abzug ausländischer Truppen aus Irak

29. September 2004, 18:49
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Beide Frauen denken an baldige Rückkehr in das Krisenland

Rom - Die ehemaligen italienischen Geiseln im Irak, Simona Pari und Simona Torretta, haben sich am Mittwoch für den Abzug ausländischer Truppen aus dem Irak ausgesprochen, sollte dies dem Land bei seiner Normalisierung helfen. "Man muss weiterhin aus dem Irak berichten und begreifen, was dort geschieht. Man muss versuchen, diese schreckliche Wirklichkeit zu ändern", sagte Pari. Auf die Frage, ob sie mit dem Abzug ausländischer Truppen aus dem Irak einverstanden wäre, antwortete sie: "Ganz sicher".

Pari bat die Öffentlichkeit und die Medien, die humanitäre Lage im Irak nicht zu vergessen. Sie dankte der muslimischen Gemeinschaft für die Solidarität, die sie mit ihr und ihrer Kollegin Torretta gezeigt habe. "Wir wussten während der Geiselhaft nicht, was in der Welt geschah, wir hatten nur wenige Informationen. Wir wussten jedoch von der Solidarität der Iraker mit uns", berichtete Pari. Ihr würden schon jetzt ihre irakischen Freunde und die Kinder fehlen, mit denen sie zusammen gearbeitet habe.

Auch ihre Kollegin Torretta vermisse die Iraker. "Mir fehlen die Kinder und meine Kollegin Simona. Sie ist meine beste Freundin, eigentlich fast eine Schwester, und diese gemeinsame Erfahrung hat uns noch mehr verbunden", berichtete Torretta, die wie ihre Kollegin 29 Jahre alt ist. (APA)

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