Prognos: Nun geht es wieder bergauf

7. Februar 2005, 16:14
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Internet wächst "massiv", Private treiben TV - Werbeplus von 4,4 Prozent im Jahr 2004

Das "Lehrstück eines manisch depressiven Werbemarktes": So beschreibt Josef Trappel vom Schweizer Marktforschungsinstitut Prognos seine Heimat Österreich in den vergangenen Jahren.

Erst bis ins Jahr 2000 von jeder realen Wirtschaftsentwicklung abgekoppelte, himmelhohe Wachstumsraten, generiert aus Börsenhype und New Economy. Dann ab 2001, schon vor dem 11. September, der Einbruch.

Nun geht es wieder bergauf, meint Trappel, "gesund" und ohne hysterische Bocksprünge. Um 4,4 Prozent sollen die Werbeausgaben heuer zunehmen, 2005 dann um fünf Prozent, danach 4,1 und vier Prozent. Brutto, also ohne Rabatte oder Sonderkonditionen der Medien, wie die Werbedaten von Focus, auf deren Basis Prognos rechnet. Auftraggeber sind ORF Enterprise, Media Austria, Manstein-Verlag und Außenwerbung.

"Massives" Wachstum für Onlinewerbung

Tageszeitungen wachsen nach Trappels Erwartungen moderater als der gesamte Werbemarkt. Bei den Magazinen folgt "auf Überhitzung Elend", meint er, sie würden heuer gar verlieren. Radio und Fernsehen indes sollen deutlicher zulegen. In beiden Sektoren kommt die Dynamik von privaten Anbietern.

"Massives" Wachstum erwartet der Prognos-Mann wie alle übrigen Experten für Onlinewerbung, aber von niedrigem Ausgangspunkt. 1,1 Prozent aller Werbegelder gehen bisher ins Internet. Das ist immerhin schon mehr als ins Kino investiert wird. (fid/DER STANDARD; Printausgabe, 30.9.2004)

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