Ein Viertel der Iraker weiter von Lebensmittelpaketen abhängig

30. September 2004, 18:57
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2,6 Millionen Menschen verkaufen Essen für Medikamente weiter

Amman - Ein Viertel der irakischen Bevölkerung ist weiter auf die Verteilung von Lebensmittelrationen angewiesen, um nicht zu verhungern. Wie aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des Welternährungsprogramms (WFP) hervorgeht, müssen noch immer rund 6,5 Millionen Menschen dringend mit Essen und Trinken versorgt werden. Davon seien 2,6 Millionen so arm, dass sie einen Teil der Lebensmittel weiter verkauften, um sich von dem Geld Medikamente leisten zu können. Zu Beginn des Irak-Krieges im März 2003 waren sogar 60 Prozent der Bevölkerung komplett von Lebensmittelrationen abhängig gewesen.

Diese Pakete mit Mehl, Reis, Zucker und Tee werden seit 1996 an das irakische Volk verteilt. Für den WFP-Bericht wurden im zweiten Halbjahr 2003 landesweit 28.500 Haushalte befragt. Im Jänner hat das Welternährungsprogramm zudem eine Aktion gestartet, um etwa 220.000 unterernährte Kinder und deren Familien zu versorgen. Rund 27 Prozent der irakischen Kinder unter fünf Jahren gelten als chronisch unterernährt. (APA)

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