Erasmus Mundus-Programm startet an drei heimischen Universitäten

8. November 2005, 11:06
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Insgesamt 19 Masters-Programme an 82 europäischen Hochschulen - Stipendien in Höhe von 21.000 Euro pro Jahr

Im Studienjahr 2004/05 startet an 82 europäischen Universitäten das von der EU-Kommission finanzierte Erasmus Mundus-Programm. Ein Expertenrat hat 19 Master-Studiengänge ausgewählt, bei denen jeweils mehrere Hochschulen, darunter die Universität Wien, die Technische Universität (TU) Wien sowie die Universität für Bodenkultur (Boku), mitmachen. Außergewöhnlich ist die Höhe der Stipendien: Jeder der 140 Studenten und 42 Post-Graduate-Teilnehmer erhält 21.000 Euro pro Jahr.

Zentrale Position

"Ziel von Erasmus Mundus ist es, Europa wieder eine zentrale Position in der internationalen Universitätsszene zu verschaffen", sagte Viviane Reding, EU-Kommissarin für Bildung und Kultur. Im ersten Jahr werden dafür 8 Mio. Euro ausgegeben, bis 2008 sind 230 Mio. Euro vorgesehen. Insgesamt sollen 5.000 Studenten aus aller Welt und 4.000 aus der EU teilnehmen können, außerdem soll es Forschungsstipendien für jeweils 1.000 Universitätsabsolventen geben.

Für die Besten

Die teilnehmenden Studenten werden von ihren Universitäten ausgewählt. Im ersten Jahr kommen sie aus 80 verschiedenen Ländern. Für die Master-Programme wurden von Hunderten Universitäten 128 Projekte eingereicht, von denen 19 durch einen Expertenrat ausgewählt wurden und 14 bereits heuer starten. Insgesamt nehmen 82 Universitäten aus 17 Ländern teil.

Verschiedene Programme

Die Programme werden jeweils von mehreren Hochschulen veranstaltet und dauern zwischen einem und zwei Jahren. Auch die Studenten sollen in dieser Zeit von einer europäischen Hochschule zur nächsten wechseln. Die Bandbreite der Programme reicht von Gesundheit oder Jus über Kommunikationswissenschaften und Informatik bis zur humanitären Hilfe.

Drei österreichische Unis

Die TU Wien beteiligt sich an einem mit 474.000 Euro dotierten zweijährigen Programm zum Thema "Computational Logic" unter Federführung der Technischen Universität Dresden. Die Boku beschäftigt sich zusammen mit der Universität Joensuu in Finnland und vier weiteren Hochschulen mit europäischer Forstwirtschaft (ebenfalls zwei Jahre und 474.000 Euro). Die Uni Wien nimmt an einem Master-Programm in Recht und Wirtschaft teil (Erasmus Universität in Rotterdam, Niederlande, ein Jahr, 264.000 Euro). (apa)

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