Blair spricht von versuchter Kontaktaufnahme zu Bigley-Entführern

29. September 2004, 16:29
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Britische Geisel Bigley soll angeblich freikommen - Bruder des Entführten bekam entsprechende Nachricht

London/Brighton - Die britische Regierung versucht nach den Worten von Premierminister Tony Blair, Kontakt zu den Entführern des Briten Kenneth Bigley (62) aufzunehmen. Dies sagte Blair dem Fernsehsender GMTV am Mittwoch am Rande des Labour-Parteitags in Brighton. "Wir tun, was wir können, aber es ist vielleicht besser, nicht so viel über die Details zu reden", sagte der Premierminister. Das Problem bei der versuchten Kontaktaufnahme sei, dass es sich um eine Terrorgruppe handle, die von außerhalb des Landes in den Irak gekommen sei. "Es sind keine Iraker", sagte Blair.

Angeblich Freilassung angekündigt

Der Bruder des entführten Briten angekündigt, dass auch Ken Bigley freikommen soll. In einem Fernsehinterview sagte Paul Bigley am Mittwoch, die Entführer hätten eine Botschaft gesandt, die "zu 90 Prozent" echt sei und in der die Freilassung angekündigt werde.

Der 62-jährige Ingenieur war am 16. September zusammen mit zwei US-Bürgern in Bagdad verschleppt worden. Zu ihrer Entführung bekannte sich die Gruppe al-Tawhid wal al-Jihad des jordanischen Extremistenführers Abu Mussab al-Zarqawi. Die Geiselnehmer forderten die Freilassung der im Irak inhaftierten irakischen Frauen. Die beiden Amerikaner wurden von ihnen inzwischen ermordet. (APA/dpa)

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