Hippes Wienerlied

1. Oktober 2004, 21:24
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"Wean hean", das fünfte Festival - Der "Blues der Wiener" hat eine Frischzellenkur erfahren

Lange Jahre waren Figuren wie Roland Neuwirth allein auf weiter Flur, wenn es darum ging, jenes sprachgenial-fatalistische Gesülze um Tod und Wein und andere Unausweichlichkeiten des Lebens, das man als Wienerlied kennt, einer jungen Generation nahe zu bringen. Doch seit das Schlagwort vom "Blues der Wiener" aufgetaucht ist, seit der ethnologische Blick, der den Globus nach "authentischen" Traditionen absucht, sich auf das Treiben vor der eigenen Haustüre richtet, hat der Hippnessfaktor eine bemerkenswerte Hausse erfahren. Das Wiener Volksliedwerk hat kräftig mitgeholfen: Nicht puristische Traditionspflege, sondern aktive Kommunikation mit dem Hier und Heute, das ist die Frischzellenkur, die man den alten Hadern mit dem Wean-hean-Festivals ab 2000 verordnet hat. Das Ensemble XX. Jahrhundert interpretiert schräge Wienerliederbearbeitungen, das Bösze Salonorchester trifft auf das Dato Malazonia-Ensemble aus Tiflis. Oskar Aichinger macht sich kompositorische Gedanken zum Thema Schubert und Franz Mika, Karl Hodina, Otto Lechner und Krzysztof Dobrek bilden eine Generationen und Grenzen übergreifende Akkordeonallianz. Schrammel-Briada, schaut's oba! (felb/DER STANDARD, Printausgabe, 29.9.2004)
"Wean hean"
28. 9.-19.10.
01/416 23 66
  • Spielen nicht mehr mit, sind bei "Wean hean" aber im Geiste anwesend: Wienerlied-Musikanten.
    foto: festival

    Spielen nicht mehr mit, sind bei "Wean hean" aber im Geiste anwesend: Wienerlied-Musikanten.

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