Stein im Gepäck: Österreicher in Türkei auf freien Fuß gesetzt

28. September 2004, 17:14
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Nach mehrwöchiger Untersuchungshaft in Antalya - Prozess wird in Abwesenheit fortgesetzt

Graz - Der wegen Verdachts auf versuchten Antiquitätenschmuggels in der Türkei festgenommene Österreicher ist nach mehrwöchiger Untersuchungshaft in Antalya am Dienstag freigelassen worden. Wie sein Rechtsanwalt sagte, soll Harald Neuwirth am Mittwoch nach Österreich zurückreisen; der Flug von Antalya über Istanbul nach Wien sei bereits gebucht. Der Prozess vor dem Strafgericht in Antalya werde in seiner Abwesenheit fortgesetzt. Die Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung sei aber "sehr gering".

"Ein interessanter Stein"

Seit Ende August saß der 65-jährige Grazer Jazzprofessor Harald Neuwirth im Ausländertrakt des Gefängnisses von Antalya (Türkei) in Untersuchungshaft. Er wurde des Versuchs beschuldigt, einen möglicherweise antiken Stein aus der Türkei auszuführen. Den Anstoß gab ein bei einem Ausflug vom zehnjährigen Sohn gefundener "interessanter Stein". Nach türkischem Gesetz ist die Ausfuhr von antiken Steinen oder Fossilien strengstens verboten. Beim Check bei der Ausreise am Flughafen in Antalya gab es die die böse Überraschung: Der Professor wurde festgenommen, seine Gattin hingegen durfte mit den Kindern heimreisen. (APA)

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