Fünf Jahre OpenSSH: Die Erfolgsgeschichte eines Open Source Projektes

6. Oktober 2004, 12:54
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Sicherer Zugriff auf entfernte Rechner - Kommt auch in kommerzieller Software zum Einsatz

Secure shell oder SSH ist sowohl ein Programm als auch ein Netzwerkprotokoll, mit dessen Hilfe man sich über das Internet gesichert auf einem entfernten Computer anmelden und dort Programme ausführen kann. SSH wurde ursprünglich 1995 von Tatu Ylönen entwickelt, der aber nur bis Ende September 1999 den Sourcecode des Programms zur Verfügung stellte. Auf Basis des letzten frei verfügbaren Codes haben die Mitglieder des OpenSSH Projekts danach begonnen, eigene Versionen zu entwickeln.

Vielfältig

Die Einsatzmöglichkeiten von OpenSSH sind vielfältig. Vom Ersatz von Programmen wie telnet oder rlogin für den sicheren Verbindungsaufbau zu entfernten Rechnern bis hin zum verschlüsselten "Tunneln" von X11 oder SMB-Verbindungen für den Aufbau eines einfachen Virtual Private Networks (VPN) reichen die Anwendungsmöglichkeiten des Programms.

Standard bei freien Betriebssystemen

OpenSSH kommt vor allem in freien Betriebssystemen wie GNU/Linux oder BSD zum Einsatz. Aber auch kommerzielle Softwareanbieter wie IBM, Apple, HP, Sun oder Cisco setzen das freie OpenSSH für den Verbindungsaufbau von oder zu ihren Produkten ein.

Besser

Ende September 1999 machte sich die Mitglieder des OpenSSH Projekts daran, den freien Code von Ylönen zu verbessern und umzuschreiben. Anfang 2000 folgte dann eine unabhängige Implementierung des SSH Version 2 Protokolls. Seitdem hat das Team immer proaktiv reagiert und OpenSSH mit Sicherheitsverbesserungen programmiert, bevor diese notwendig wurden.

"OpenSSH" für BSD und "OpenSSH portable"

OpenSSH steht immer in zwei Versionen zur Verfügung: "OpenSSH" für BSD und "OpenSSH portable" für alle anderen Betriebssysteme. Entwickelt wird primär für BSD, der Code wird aber immer für Betriebssysteme wie Linux oder Mac OS X angepasst. (APA)

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