steirischer herbst: Doron Rabinovici hält Eröffnungsrede

28. September 2004, 18:46
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Uraufführungen von Wolfgang Bauer, Olga Neuwirth, Kathrin Röggla und Gerhild Steinbuch

Graz - Der "steirische herbst" präsentierte Montagabend sein Programmbuch zum Start des Festivals am Donnerstag, den 7. Oktober. Die Eröffnungsrede wird von Doron Rabinovici gehalten und auch in die Gebärdensprache übersetzt. Zwei Tage später findet die Uraufführung von Wolfgang Bauers "Foyer" statt, einem Auftragswerk des "steirischen herbst". Weitere Uraufführungen stammen von Olga Neuwirth, Kathrin Röggla und Gerhild Steinbuch.

"Theater im Bahnhof" inszeniert Wolfgang Bauer

"Der 'steirische herbst' ist das große Flechtwerk sowohl in Graz als auch außerhalb, das uns mit zahlreichen Partnern verbindet", so "herbst"-Präsident Kurt Jungwirth. Im Mittelpunkt der Theater-Produktionen steht Wolfgang Bauers neuestes Stück, das von Monika Klengel und Pia Hierzegger vom "Theater im Bahnhof" inszeniert wird. "Das Stück zeigt die Krise eines Menschen, der sich nicht mehr zurechtfindet", so Klengel. "Es ging uns darum, den Mythos Bauer beiseite zu schieben und den Text zu lesen, als würde er von einem unbekannten Autor stammen", erläuterte Hierzegger.

Olga Neuwirths "...ce qui arrive..."

Zu den Uraufführungen zählt auch Olga Neuwirths "...ce qui arrive...", eine Raumkomposition mit Texten von Paul Auster. Passagen aus Austers 1995 entstandenem "Roten Notizbuch" löst die Komponistin heraus, um sie in ein dramatisches Konzept zu integrieren, das sich zwischen akustischen, optischen und sprachlichen Erlebniswelten bewegt.

Rögglas "junk space" und "Nach dem glücklichen Tag" von Gerhild Steinbuch

Kathrin Rögglas "junk space" nennt sich "ein Trimm-Dich für Angsthasen" und zeigt Menschen mit unterschiedlichen Ängsten, die sich alle in einem Flugangstseminar eines Bestsellerautors wiederfinden. "Nach dem glücklichen Tag" ist eine Uraufführung von Gerhild Steinbuch und beschäftigt sich mit einem nie bewältigten Konflikt zwischen Mutter und Tochter.

Schnittstellen zwischen Hochkultur und populärer Kultur

"Third Places" nennt sich ein Projekt, das einen Monat lang im Grazer Askö Stadion, der Pädagogischen Akademie und dem Non-Stop-Kino unterschiedliche Programme zeigt. "Fußball, Video-Games und -clips sollen Schnittstellen zwischen Hochkultur und populärer Kultur aufzeigen", so "herbst"-Intendant Peter Oswald. (APA)

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steirischer herbst
von 7. Oktober bis 7. November 2004
Info und Karten: 0316/81 60 70
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