Kolumbien: Mindestens 27 Tote bei Offensive gegen Paramilitärs

30. September 2004, 22:08
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AUC-Splittergruppe lehnt Entwaffnung ab

Bogota´- Die kolumbianischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben bei einer Offensive gegen rechtsgerichtete Paramilitärs mindestens 27 Gegner getötet sowie 97 Gefangene gemacht. Die Militäraktion habe sich gegen die paramilitärische Gruppe ACC in der östlichen Provinz Casanare gerichtet, die sich vom Oberkommando der "Vereinigten Selbstverteidigungskräfte Kolumbiens" (AUC) losgesagt hat, sagte Verteidigungsminister Jorge Uribe am Montag.

Diese Gruppe soll hinter dem Mord an Miguel Arroyave, einem der Verhandlungsführer der AUC mit der Regierung, stecken. Seit Jahresbeginn seien damit 389 Paramilitärs getötet und 3170 gefangen genommen worden, sagte Uribe weiter.

Präsident Alvaro Uribe hatte die abtrünnigen ACC-Einheiten zuvor ultimativ aufgefordert, die Waffen im Rahmen der Friedensbemühungen mit den (AUC) niederzulegen. Anderenfalls drohe ihnen die militärische Vernichtung. Der Friedensdialog mit den Paramilitärs befand sich unterdessen wegen zahlreicher offener Fragen wie etwa der Auslieferung von AUC-Mitgliedern an die USA in einer schweren Krise. (APA/dpa)

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