Sensible Daten aus Büro der Helsinki-Föderation in Sarajewo gestohlen

28. September 2004, 20:02
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Generalsekretär der IHF: "Kein gewöhnlicher Raub, sondern politischer Hintergrund."

Sarajewo - Aus dem Büro der Internationalen Helsinki Föderation für Menschenrechte (IHF) in Sarajewo sind am Dienstag sensible Daten gestohlen worden. Laut einer Aussendung der IHF wären Unbekannte gewaltsam in das als "Haus der Menschenrechte" bekannte Bürogebäude eingedrungen und hätten Computer und Festplatten entwendet, auf denen Informationen über die Arbeit der Organisation gespeichert gewesen sind. Da ausschließlich jene Computer gestohlen wurden, die sensible Daten enthielten, vermutet der Generalsekretär der IHF, Aaron Rhodes, eine "politische Dimension".

"Es gab offensichtlich kein finanzielles Motiv", erklärte Rhodes im Gespräch mit der APA. Moderneres und teureres Equipment sei nicht angerührt worden. Ziel der Einbrecher sei es gewesen, "Informationen über die IHF zu bekommen oder die Arbeit der Organisation in Bosnien zu behindern", vermutete Rhodes. Die Polizei würde den Fall derzeit untersuchen, Ergebnisse lägen aber noch nicht vor. (APA)

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