Sieben Schüler bei Busunfall in Griechenland getötet

29. September 2004, 09:19
posten

Frontalkollision mit Lkw - Schweigeminute bei Paralympics

Athen - Sieben Gymnasialschüler im Alter von 15 und 16 Jahren sind Montagvormittag bei der Kollision ihres Schulbusses mit einem Lastwagen in Griechenland ums Leben gekommen. Nach Angaben der Feuerwehr war der Bus 174 Kilometer nördlich von Athen frontal mit einem entgegenkommenden Lastwagen zusammengestoßen. Nach Augenzeugenberichten sei der Lkw auf die Fahrbahn des Busses gelangt. Zwei Schüler wurden schwer, weitere 20 leicht verletzt. Im Bus befanden sich nach offiziellen Angaben 37 Schüler und vier Lehrer. Sie wollten am Nachmittag die Paralympischen Spiele in Athen besuchen.

Bei den Paralympics sollte nach Angaben des Organisationskomitees am Montag für die Opfer eine Schweigeminute eingelegt werden. Nach einem Beschluss der Regierung in Athen sollten außerdem am Dienstag alle Schulen in Griechenland geschlossen bleiben.

"Lastwagen fuhr wie verrückt"

"Der Lastwagen fuhr wie verrückt. Nur seine linken Räder berührten noch den Boden. So was hab ich noch nie gesehen", sagte ein Augenzeuge nach dem Unfall. Viele verletzte Schüler wurden ins Krankenhaus der Stadt Lamia gebracht. Die Regierung in Athen stellte Hubschrauber für den Transport von verletzten Schülern auch in andere Krankenhäuser zur Verfügung.

Die Schüler waren am Morgen im mittelgriechischen Dorf Farkadona abgefahren. Die Unfallstelle gilt als eine der gefährlichsten Strecken der Nationalstraße, die Athen mit Nordgriechenland verbindet. Sie ist eng und es gibt keine Trennung zwischen den beiden Fahrstreifen.(APA/dpa)

Share if you care.