Israel will Zugang zum Tempelberg wegen Einsturzgefahr beschränken

27. September 2004, 18:49
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Vertreter der Islamischen Stiftung werfen Regierung politische Beweggründe vor

Jerusalem - Israel will während des islamischen Fastenmonats Ramadan den Zugang zur Al-Aksa-Moschee auf dem Jerusalemer Tempelberg einschränken. Die Ostmauer des Komplexes sei nach einem leichten Erdbeben im Februar vom Einsturz bedroht, sagte Sicherheitsminister Gideon Esra am Sonntag. Archäologen befürchten seinen Angaben zufolge, dass die Mauer dem Ansturm zigtausender moslemischer Gläubiger während des Ramadans nicht stand halten könnte.

"Der israelische Staat darf kein Risiko eingehen", sagte Esra im israelischen Radio. Wenn die Mauer nicht abgestützt werde, müsse die Zahl der Gläubigen auf dem Tempelberg begrenzt werden.

Von palästinensischer Seite wurde dieses Ansinnen zurückgewiesen. Vertreter der Islamischen Stiftung (Waqf), die das moslemische Heiligtum rund um die Al-Aksa-Moschee verwaltet, warfen der israelischen Regierung politische Beweggründe vor. "Wir haben bereits den südlichen Teil der Mauer restauriert, und wir sind jetzt dabei, den östlichen Teil zu restaurieren", sagte Waqf-Ingenieur Issam Awad. (APA/AP)

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