Arafat-Sprecher: "Israel zieht gesamte Region in Desaster"

27. September 2004, 18:49
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Hamas kündigt besondere Sicherheitsmaßnahmen für ranghohe Mitglieder an

Ramallah/Gaza - Die Palästinenserführung hat am Sonntag den tödlichen Anschlag auf einen Funktionär der radikal-islamischen Hamas-Bewegung in Damaskus verurteilt und Israel dafür verantwortlich gemacht. Ein Berater des Palästinenserpräsidenten Yasser Arafat warnte vor "schwerwiegenden Konsequenzen" für Nahost und einer weiteren Eskalation der Gewalt.

Nabil Abu Rudeina warf Israel vor, den Konflikt "außerhalb der Palästinensergebiete" zu etablieren und damit ein "negatives Signal" zu setzen. "Israel zieht die gesamte Region in ein schlimmes Desaster", sagte er. Der Hamas-Funktionär Izzedin Sobhi al Sheikh Khalil aus Gaza war am Sonntag durch eine Autobombe getötet worden.

Internationalisierung des Konflikts angestrebt

Ein Sprecher der Hamas-Bewegung in Gaza sagte, Israel strebe offenbar eine Internationalisierung des Konflikts mit den Palästinensern an. Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon habe seine Drohung wahrgemacht, Hamas-Führer im Ausland töten zu lassen, sagte Sami Abu Suhri. Dies könne man nicht einfach hinnehmen. Er sprach von einem "endlosen Krieg zwischen uns und Israel". Alle ranghohen Mitglieder von Hamas in den Palästinensergebieten und im Ausland wollten sich mit besonderen Sicherheitsmaßnahmen vor weiteren Liquidierungen schützen, sagte Abu Suhri. (APA/dpa)

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