Vorarlberg: Feuer auf dem ÖBB-Ausflugsschiff "Montafon"

26. September 2004, 21:23
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Zum ersten Mal eingeheizt: Defekter Kachelofen Ursache eines Wohnhausbrandes in Hard

Bregenz - Mehrere Brände hielten die Feuerwehren im Vorarlberger Unterland auch nach dem Großbrand von Lustenau von Samstagmorgen auf Trab. Vermutlich durch technische Defekte kam es im Bregenzer Hafen auf dem ÖBB-Ausflugsschiff "Montafon" zu einem Feuer und in Hard zu einem Wohnhausbrand. Ein ÖBB-Bediensteter erlitt bei der Feuerbekämpfung auf dem Schiff eine leichte Rauchgasvergiftung.

Reinigungsfrau entdeckte den Brand

Die für 160 Personen zugelassene "Montafon" war zuletzt von Bregenz nach Lindau gefahren und gegen 19.20 Uhr zurückgekehrt. Gegen 21.00 Uhr stellte eine Reinigungsfrau Brandgeruch fest und alarmierte die Hafenbediensteten der ÖBB. Im Bereich des Steuerbordhauptmotors war aus noch nicht geklärter Ursache Feuer ausgebrochen, das auf die Verkabelung sowie ein Abgasrohr übergriff. Drei ÖBB-Bedienstete versuchten den Brand mit Pulverfeuerlöschern zu ersticken, was jedoch nicht restlos gelang. Dies schaffte erst die danach alarmierte Feuerwehr in kurzer Zeit, die mit acht Fahrzeugen und einem Boot anrückte.

Der Motor und andere technischen Teile des Ausflugsschiffes wurden stark in Mitleidenschaft gezogen. Die genaue Höhe des Sachschadens ist allerdings noch nicht bekannt. Nach der letzten Ausflugsfahrt mit der "Montafon" hatte der Kapitän bei seinem routinemäßigen Kontrollgang nichts Außergewöhnliches festgestellt.

Start der Heizsaison endete mit Großbrand

Rechtzeitig verlassen konnten die Bewohner ein Haus in Hard bei Bregenz, das Sonntag gegen 3.00 Uhr in Vollbrand stand. Der Hausbesitzer hatte am Samstag das erste Mal in diesem Herbst seinen alten Kachelofen beheizt und eine Stunde nach Mitternacht noch einmal Holz nachgelegt. Vermutlich durch einen Defekt des Kachelofens, so die ersten Ermittlungen, kam es zu einem Brand, dem zuerst der Dachboden zum Opfer fiel. Das Feuer griff auf den angebauten Heustadel über, der Wohntrakt selbst wurde vor allem durch das Löschwasser stark beschädigt. Der Schaden ist nach Angaben der Gendarmerie nicht durch Versicherungen gedeckt, das Wohnhaus dürfte abbruchreif sein.

In Fußach (Bezirk Bregenz) war am Samstag der Motor eines Radladers in Brand geraten, den ein Arbeiter nach seiner Ladetätigkeit unter einem Flugdach eines Kieswerks abgestellt hatte. Auch hier wird ein technischer Defekt als Ursache angenommen. Die Schadenshöhe ist noch unbekannt, die Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Feuers auf das Flugdach verhindern. (APA)

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