Labels sahnen bei Online-Musik kräftig ab

11. Oktober 2004, 22:27
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Pro verkauftem Song doppelt so viel Gewinn- Apple bleiben im iTunes Music Store gerade mal 4 Cent

Trotz all dem Hype rund um den iTunes Music Store, eine richtige Cash Cow ist das Projekt für Betreiber Apple wohl nicht. Wie die englische Zeitung "The Independent" berichtet bleiben dem Computerhersteller von einem um 99 Cent verkauften Song gerade mal 4 Cent als Gewinn übrig.

Vielverdiener

Dass die Hoffnung, Online-Musik könnte billiger als klassische Verbreitungsformen sein, trotz dieser geringen Gewinnmarge nicht eintritt, liegt vor allem an den Musiklabels: Die verdienen pro Song nämlich ungefähr doppelt so viel - 62 Cent pro Song - wie beim CD-Verkauf, dies obwohl die Kosten für die Medienproduktion gänzlich entfallen.

Abwürgen

ExpertInnen befürchten nun, dass die Musikindustrie auf diese Wiese die neue Sparte Online-Musik bereits zu Beginn durch die hohen Preise umbringen werde. Von den momentan zahlreiche aus dem Boden sprießenden Unternehmungen in diese Richtung werden wohl nur wenige die nächsten Jahre überleben.

Unverständnis

Michael Robertson, Gründer von mp3.com, formuliert es drastischer: Online-Musikverkauf sei mit einem Rennen vergleichbar, bei dem der Sieger in den Kopf geschossen wird. Andere warnen davor, dass dies auch ein Schuss ins eigene Bein für die Industrie sein könnte, das Abwürgen der neuen Branche könnte den Untergang der Musikindustrie einleiten. (red)

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