Musharraf: Irak-Krieg machte die Welt gefährlicher

26. September 2004, 18:50
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Gemüter vieler Moslems seien erhitzt worden - Damit sei auch Kampf gegen Terror komplizierter

Washington - Der von den USA geführte Irak-Krieg hat die Welt nach den Worten des pakistanischen Präsidenten Pervez Musharraf gefährlicher und den Kampf gegen den internationalen Terrorismus schwieriger gemacht. Auf die Frage, ob er den Irak-Krieg für einen Fehler halte, sagte Musharraf in einem Interview des US-Fernsehsenders CNN am Freitag: "Er hat der Welt am Ende mehr Schwierigkeiten gebracht".

Erhitzte Gemüter

Der Krieg habe die Gemüter vieler Moslems erhitzt. Damit sei auch der Kampf gegen den Terror komplizierter geworden. Pakistan ist ein wichtiger Verbündeter der USA in ihrem Kampf gegen Anhänger der Extremisten-Organisation Al Kaida und der radikal-islamischen Taliban im Grenzgebiet zu Afghanistan.

Wichtiger als der Sturz des irakischen Machthabers Saddam Hussein sei ein größeres Engagement der USA für eine Lösung des Konflikts zwischen Israelis und den Palästinensern, sagte Musharraf dem TV-Sender NBC. Die fast täglichen Fernsehbilder von getöteten Palästinensern hätten eine Abneigung gegen die USA in der islamischen Welt geschaffen. Selbst wenn die USA im Irak Erfolg haben werden, könnten die Probleme im Nahen Osten nicht gelöst werden, solange der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern bestehe, sagte Musharraf, der anlässlich der Generalversammlung der Vereinten Nationen in den USA war. (APA/Reuters)

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