Deutscher wollte Atomtechnik in Iran vermitteln

27. September 2004, 09:51
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"Spiegel": Geschäft mit Geräten zur Bearbeitung von Brennstäben durch europäische Behörden vereitelt

Hamburg - Ein deutscher Geschäftsmann hat nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" offenbar dem umstrittenen iranischen Atomprogramm zugearbeitet. Der 53-jährige Mann habe laut deutscher Bundesanwaltschaft im Jänner 2003 die Lieferung von 24 Telemanipulatoren vermittelt, berichtet das Magazin vorab aus seiner neuen Ausgabe. Mit solchen Geräten können abgebrannte Kernbrennstäbe sicher bearbeitet werden. Das Geschäft sei jedoch nicht zustande gekommen, weil europäische Behörden Alarm geschlagen hätten.

Drohung vom israelischen Geheimdienst?

Die Ermittlungen gelten wegen des iranischen Atomprogramms als brisant. Ende Juli vergangenen Jahres hatten laut "Spiegel" Unbekannte eine Bombenattrappe mit der Warnung vor die Tür des Geschäftsmannes gelegt, er solle seine Arbeit für den Iran einstellen. Deutsche Geheimdienstler vermuteten den israelischen Geheimdienst hinter der Drohung. (APA)

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