Schüssel gegen große Zugeständnisse an Beamte

26. September 2004, 19:13
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Kanzler in der "Presse": Glaube nicht an viel Korrekturbedarf

Wien - Für Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) bahnen sich in der Begutachtungsphase der Pensions-Harmonisierung keine gröberen Änderungen gegenüber dem Regierungs-Entwurf an: "Ich habe an Argumenten nichts gehört", meint der VP-Obmann in der "Presse" (Samstag-Ausgabe). Auch Zusatzwünschen der Beamten etwa bezüglich höherer Einstiegsgehälter erteilt der Kanzler im Wesentlichen eine Absage: "Ich glaube nicht, dass es da viel Korrekturbedarf gibt."

Definitiv Nein sagt Schüssel zu Forderungen der Beamtengewerkschaft, die Beiträge sofort aufs ASVG-Niveau abzusenken und nicht schrittweise: "Das wird aliquot abgesenkt für die unter 50-Jährigen. Solange sie einen Teil der Pension aus dem alten System bekommen, solange ist ein etwas höherer Beitrag gerechtfertigt."

Auch den Klagen, dass man im öffentlichen Dienst anfangs viel weniger als in der Privatwirtschaft verdient, schenkt der Kanzler nicht unbedingt Glauben: Sollte die Gewerkschaft hier entsprechende Beispiele vorlegen können, werde man das sicher in die Verhandlungen einbeziehen. Allerdings besitze man von der Statistik Austria ganz andere Beispiele, dass vor allem die Frauen im öffentlichen Dienst wesentlich günstiger dran seien. (APA)

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