US-Börsenaufsicht klopft General Electric auf die Finger

3. Oktober 2004, 17:57
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Im Zusammenhang mit Sondervergünstigungen zu Gunsten des früheren Konzernlenkers Jack Welch - GE muss keine Strafe zahlen

New York - Der amerikanische Mischkonzern General Electric hat sich am Donnerstag mit der US-Börsenaufsicht SEC im Zusammenhang mit Sondervergünstigungen zu Gunsten des früheren Konzernlenkers Jack Welch geeinigt. Das am Börsenwert gemessen weltweit größte Unternehmen braucht demnach keine Strafe zahlen.

Stattdessen wird GE mit einem Unterlassungsbefehl bestraft: Sollte es in der Zukunft erneut die Offenlegungspflicht verletzen, muss es mit schärferen Strafen rechnen, teilte die SEC mit. Die Aktionäre hätten eine klares Interesse daran zu wissen, wie die obersten Mitarbeiter börsennotierter Unternehmen belohnt werden.

Einzelheiten über die Sondervergünstigungen für den heute 68 Jahre alten Top-Manager wie Privatautos, Theaterkarten und Wohnungen kamen im Jahr 2002 ans Tageslicht, als Welshs damalige Frau die Scheidung beantragte. Welch trat am 7. September 2001 in den Ruhestand. Er bezifferte den Wert der Nebenleistungen wie beispielsweise die kostenlose Benutzung des Firmenflugzeugs und einer dem Unternehmen gehörenden Wohnung in New York auf 2,5 Mio. Dollar (2,03 Mio. Euro).

Unter Welchs Nachfolger Jeffrey Immelt, 48, hat General Electric die Offenlegung finanzieller Details erweitert.(APA/dpa)

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    Der amerikanische Mischkonzern General Electric hat sich am Donnerstag mit der US-Börsenaufsicht SEC im Zusammenhang mit Sondervergünstigungen zu Gunsten des früheren Konzernlenkers Jack Welch (Foto) geeinigt

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