Rot-Grün in Umfragen wieder im im Aufwind

26. September 2004, 16:25
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SPD und Grüne legen bei Sonntagsfrage je einen Prozentpunkt zu - Sechs Prozent Potenzial für rechtsextremistische Parteien

Köln - Wenige Tage nach den Landtagswahlen in den ostdeutschen Bundesländern Sachsen und Brandenburg befinden sich die Parteien der rot-grünen Regierungskoalition wieder leicht im Aufwind. Bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap für die ARD verbesserten sich sowohl die SPD als auch die Grünen um je einen Prozentpunkt. Wie die am Freitag vom ARD-Morgenmagazin veröffentlichte Erhebung weiter ergab, können sich bis zu sechs Prozent vorstellen, im Bund eine rechtsextremistische Partei zu wählen.

Unverändert CDU/CSU

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden demnach 26 Prozent der insgesamt 1.000 Befragten SPD wählen. Das ist ein Prozentpunkt mehr als bei der August-Umfrage desselben Instituts. Die Grünen kämen auf 13 Prozent gegenüber 12 Prozent vor einem Monat.

Unverändert blieben CDU/CSU aber mit 43 Prozent vorn, auch die FDP blieb mit sieben Prozent gleich. Die PDS sank um einen Prozentpunkt auf 6 Prozent, auch der Anteil der sonstigen Parteien ging um einen Punkt auf fünf Prozent zurück. Davon entfallen der Umfrage zufolge zwei Prozent auf rechtsextremistische Parteien

Deren Potenzial liege aber insgesamt bei sechs Prozent, hieß es im ARD-Morgenmagazin. Auf die Frage, ob sie unter Umständen bereit wären, eine rechtsextremistische Partei zu wählen, antworteten zwei Prozent mit "ja, sicher" und vier Prozent mit "ja, vielleicht".

Politischer Kurs

86 Prozent erklärten, sie würden auf keinen Fall rechtsradikale Parteien wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre. Weitere fünf Prozent sagten, sie würden sich mit großer Wahrscheinlichkeit gegen die rechten Parteien entscheiden.

Gefragt wurde auch nach dem politischen Kurs der CDU, die bei den Landtagswahlen am letzten Sonntag deutliche Stimmeneinbußen hinnehmen musste. 61 Prozent waren der Meinung, die CDU solle stärker darauf achten, dass soziale Härten abgefedert werden. Nur 27 vertraten die Ansicht, die Bundes-CDU solle ihren Reformkurs strikt fortsetzen.

Bei den CDU-Anhängern stimmten nur 31 Prozent für die Fortführung des Reformkurses. Eine klare Mehrheit von 56 Prozent der Unionsanhänger war der Meinung, die CDU müsse ihren Kurs ändern. (APA/AP)

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